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Die Steuertricks der Großkonzerne

Immer wieder hören wir von den Großen, den Milliardenkonzernen, die, wie man in den Mainstreammedien nachlesen kann, sich angeblich irgendwelche Steuertricks einfallen lassen, damit sie keine oder fast keine Steuern auf ihre Milliardengewinne zahlen müssen.
Allerdings müssen wir bei Mainstreammedien Vorsicht walten lassen, da diese nur an Skandalen, Hetzkampagnen und Negativpublicity interessiert sind. Schlagzeilen ist deren Währung und nicht wahrheitsgetreue Berichterstattung!

Double Irish with a Dutch Sandwich

Wir wollen Anhand von dem Weltkonzern Apple kurz erklären um welches Steuerschlupfloch sich Apple bedient und warum dieses nicht illegal ist. Wir sprechen von dem Double Irish with a Dutch Sandwich.

Die Diskussion in den Medien über dieses Konstrukt kam deshalb auf, da die EU moniert hat, dass dieses Konstrukt illegal sei und Apple eine Steuernachzahlung von rund 13 Milliarden Steuern zu tätigen hätte.

Die EU Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager äußerte sich das “Der Steuerdeal habe Apple einen wesentlichen Vorteil gegenüber anderen Unternehmen verschafft”. Sie verlangt jetzt eine Nachzahlung von rund 13 Milliarden Euro in dem Zeitraum 2003 bis 2014.

Interessant ist auch, dass Irland diese Gelder von Apple nicht haben möchte und zudem Apple LEGAL gehandelt hat. Aber das passiert, wenn sich Bürokraten und Politikern in die Wirtschaft einmischen, sich noch nicht einmal theoretisch in Wirtschaftslagen auskennen und von nichts eine Ahnung haben, außer, wie sie sich selber profilieren können.

Finanzminister Irlands Michael Noonan bezeichnete den Befund der EU-Kommission sogleich als „bizarr, ökonomisch ungerechtfertigt und politisch motiviert. Es könne nicht angehen, dass Brüssel die irische Steuerpolitik bestimme”.

Er fügte hinzu: “Das widerspreche den Römer Verträgen. Deshalb wolle er gegen das Urteil appellieren”. (Auszug aus http://derstandard.at/2000043651726/Bestuerzung-statt-Dankbarkeit-ueber-Apple-Milliarden)

Irland will nun gemeinsam mit Apple sich vor dem europäischen Gerichtshof gegen diesen Beschluss wehren.

Großkonzerne werden bevorzugt

Als unwissender Mainstreamleser könnte man dieser unsachgemäßen, politisch motivierten Berichterstattung Glauben schenken und hoffen, dass Apple die Strafe zahlen muss. Schließlich müssen andere Klein- und Mittelständische Unternehmen dafür bluten und jede Menge Abgaben leisten, damit solche Großkonzerne wie Google, Starbucks, Oracle, Apple und Co. sich solcher Steuertricks bedienen können.

Allerdings müssen wir hier dagegen halten und darauf hinweisen, dass solche Steuertricks nicht eine Prestigesache nur für Großkonzerne wie z.B. Apple sind. Internationale Steuerstrategie sind auch Angelegenheiten für den deutschen oder österreichischen Mittelstand. Der Unterschied liegt nur darin, dass Großkonzerne die legalen Steuertricks kennen – der Mittelstand nicht.

Deshalb ist Aufklärung und das Buch “Steuerparadies Europa” so extrem wichtig und jeder Unternehmer in einem Hochsteuerland sollte davon Kenntnis bekommen. Wir besprechen und zeigen steueroptimierte Strategien und geben dir als Unternehmer Ideen mit auf den Weg, damit du auch in Zukunft weniger Körperschaftssteuer oder gar abgeltungsteuerfrei deine Gewinne vereinnahmen kannst.

Trotz dem deutschen Außensteuergesetz kannst du Möglichkeiten nutzen, die deine Gesamtsteuerbelastung reduzieren und dafür benötigst du nicht unbedingt Milliarden oder Millionen.  Selbst mit einem Gewinn im weit unteren sechsstelligen Bereich kannst du solche Konzepte nutzen und dich in Zukunft zu einem internationalen Unternehmer zählen.

Auch eine Wohnsitzverlagerung spielt hier eine entscheidende Rolle und kann dich ins steuerfreie Nirwana katapultieren.

Dazu benötigst du noch nicht einmal fette Gewinne, sondern kannst als Kleinunternehmer oder Selbständiger dich in einem EU Land niederlassen und zukünftig steuerfrei leben. Dazu später mehr.

Double Irish with a Dutch Sandwich im Detail

Lasst uns an dem Beispiel von Apple kurz aufzeigen, wie deren steuersparende Strategie funktioniert hatte und welche Schritte dazu nötig waren.

Wenn du richtig gelesen hast, dann wirst du festgestellt haben, dass ich in der Vergangenheit geschrieben habe, d.h. das Double Irish Dutch Sandwich gibt es nicht mehr. Es wurde auf Druck der EU geschlossen. Es gibt natürlich für aktive Unternehmen, die dieses Konstrukt nutzen, eine Übergangsfrist bis 2020 aber dann ist Schluss damit.

Alternativ hat Irland dazu ein ebenfalls spannendes Modell ins Leben gerufen, welches eine Besteuerung von rund 6,25% auf Einnahmen in Irland aufrufen. Das ist deutlich mehr als 0% Steuern, aber auch deutlich weniger als den regulären Körperschaftssteuersatz von 12,5% und ebenfalls deutlich weniger als Irland zu verlassen und sich in einem Hochsteuerland nieder zu lassen.

Eins ist an diesem Fall deutlich zu erkennen: wenn sich ein Steuerschlupfloch schließt, wird ein anderes geöffnet.

Steuersparmodell Double Irish with a Dutch Sandwich

Bei dem Apple-Modell muss man auf drei Länder zurückgreifen: Niederlande, Irland und letztendlich das Ausgangsland USA. Warum viele US Konzerne solche europäischen Lösungen umsetzen, liegt an deren Rechtssystem und liegt auch an der Möglichkeit dieses Steuerschlupfloch zu nutzen.

Als Hauptsitz der Gesellschaft ist allen voran die USA, die zwei Gesellschaften in Irland gründen. Eine Gesellschaft ist nicht ansässig und eine ist eine ansässige Gesellschaft.

Die nichtansässige, irische Gesellschaft wird von Gesellschaften in Bermuda und British Virgin Island (BVI) kontrolliert.

In den Niederlanden wird eine weitere Gesellschaft BV (Beslooten Vennopschap) gegründet, die 100%ige Tochter der nichtansässigen Gesellschaft in Irland ist. Die Gesellschaft in den Niederland hat nicht wirklich Vermögen und auch relativ wenig Mitarbeiter beschäftigt (also fast keine Mitarbeiter). Sie arbeitet als reine Zwischengesellschaft und hat den Vorteil, dass in den Niederlande Lizenz- und Patentrechte sehr gering besteuert werden. (80% Steuerfreistellung)

Die Gesellschaften wie z.B. Google Germany GmbH in München oder Apple GmbH in München usw. dienen lediglich als Servicegesellschaften, die mit dem Hauptgeschäft des Konzerns nichts zu tun haben.

Google hat z.B. in ihrem Bericht 2011 ihre Geschäftstätigkeit wie folgt beschrieben:  „Die Gesellschaft fungiert im Wesentlichen als Servicegesellschaft der Google Inc., USA, und der Google Ireland Ltd., Irland, und erbringt für den deutschen Markt Dienstleistungen in den Bereichen Marketing, Hosting sowie Forschung und Entwicklung “.

So in etwa schaut das dann in der Praxis aus:

Mal angenommen ein Unternehmen hat einen Gewinn von 1 Million $. Dieser Gewinn wird von der ansässigen, irischen Gesellschaft eingenommen.

Die niederländische Gesellschaft stellt eine Rechnung an die irische Gesellschaft in Höhe von 900.000$ für Lizenz- und Patentrechte. Die 900.000$ werden auch von der irischen Gesellschaft bezahlt und kann auch als Betriebsausgaben in der Buchhaltung berücksichtig werden.

Es bleibt ein zu versteuernder Gewinn von 100.000$, der mit 12,5% besteuert wird, also zu zahlende Steuer von 12.500$.

Die BV, also die niederländische Gesellschaft, zahlt nur 1% Steuern auf ihre 900.000$ Einnahmen und der Rest wird nach BVI (British Virgin Island) bzw. Bermuda legal transferiert. Die BV zahlt also an Steuern 9.000$.

Im Gesamten hat der US Konzern bzw. seine Tochterfirmen also 21.500$ Steuern bezahlt bei einem Gesamtgewinn von 1 Million Dollar, also 2,15%! Nicht übel:)

Nicht berücksichtig sind natürlich die Kosten für die Errichtung und Unterhaltung von den Gesellschaften in Irland und Niederlande, mehrfache Buchführung und sonstige Beratungsleistungen. Allerdings sind diese Kosten im Verhältnis zu den eingesparten Steuern Peanuts.

Auch muss noch überlegt werden, was mit dem Kapital auf den Bermudas passiert. Wird dieses Geld an Gesellschafter oder an den Mutterkonzern ausgeschüttet, fallen natürlich wieder Steuern an (Abgeltungssteuer/Einkommenssteuer). Aber auch hier gibt es wiederum sehr interessante Gestaltungsmöglichkeiten, wie man dieses Kapital steuerschonend überweisen kann.

 

Steuerbefreiung und Anonymität in Einem – Die Schottische Limited Partnership!

Bleiben wir doch im Norden der EU und schauen uns dort noch etwas um, ob nicht vielleicht eine spannende Alternative im Vergleich zu dem Sonderprogramm des NON-DOM-Status in UK uns vielleicht das Leben versüßen kann.
In der Tat werden wir fündig, wenn wir uns etwas auf schottisches Terrain begeben. Schottland!? Ja Schottland hat außer den Highlands, den Central Lowlands und Southern Uplands doch noch mehr zu bieten. Schottland gehört zum vereinigten Königreich Großbritanniens und Nordirlands und umfasst das nördliche Drittel von Großbritannien.
Mit ihrer Hauptstadt Edinburgh, die seit 1437 Hauptstadt ist, gehört Schottland mit ihren knapp 5,4 Mio. Einwohner wohl eher zu den kleineren Länder Europas. Davon leben knapp 500.000 alleine schon in der Hauptstadt. Allerdings ist Edinburgh nicht die größte Stadt in Schottland! Dieses Privileg hat Glasgow und kann mit knapp 600.000 Einwohner aufmarschieren. Im Großen und Ganzen war es das an großen Städten in Schottland (ohne einen Schotten zu verärgern), danach haben wir noch Aberdeen und Dundee, die sich zwischen 100.000 und 200.000 Einwohner aufhalten und alle anderen Städte, liegen deutlich unter der 100.000 Einwohner Marke.

Noch einen Satz zu den Sommertemperaturen, die sind um die 18 ºC eher als frisch einzustufen. Wobei man auch schon mal Höchsttemperaturen von etwas über 32 ºC gemessen hat. Also Schottland ist wohl nix für Wassernixen und Sonnenanbeter.

Aber mit Sicherheit muss sich Schottland nicht verstecken, wenn es um Steuerbefreiung von Unternehmen im internationalen Vergleich geht. Das “kleine” Schottland hat hier was zu bieten, was überaus interessant ist und mit den ganz Großen aus Europa, wie Malta, Zypern oder Irland durchaus mithalten kann. Schauen wir uns das mal genauer an…

Vorteile einer schottischen Limited Partnership

  • Steuerbefreiung, wenn kein UK Bezug (dazu unten mehr)
  • Anonymität (Gesellschafter stehen nicht im Handelsregister)
  • EU Gesellschaft
  • Keine Bilanzpflicht
  • Keine Veröffentlichung der Begünstigten (neue Regelung seit 2016)

Die Rechtsform der Limited Partnership (LP) gibt es schon relativ lange (seit über 100 Jahren) und ist in etwa mit der deutschen Kommanditgesellschaft (KG) zu vergleichen. Wie auch bei der deutschen LP haftet der Komplementär (General Partner) mit all seinem Vermögen für die Belange der Gesellschaft. Der Kommanditist (Limited Partner) haftet nur mit seiner Einlage. (es können auch mehrere Kommanditisten sein) Wegen dem Haftungsrisiko des General Partners wird oft hierzu eine Kapitalgesellschaft (Corp. oder Ltd.) verwendet.

Steuerbefreiung

Einer der wohl auffälligsten Vorteile ist, dass die schottische LP in UK nicht steuerpflichtig ist. Die Voraussetzung dazu ist, dass sie keinerlei Bezug zu dem vereinigten Königreich (UK) haben darf. Die Limited Partnership darf also keinen UK-Gesellschafter haben, keine Kunden aus dem vereinigten Königreich, keine Betriebsstätte und darf auch nicht der Ort der Leistungserbringung sein. Die Adresse, an der die LP registriert ist, sollte kein Büro sein und nicht den Anschein erwecken, dass es hier geschäftlich hoch her geht.
Wir erinnern uns: keine Betriebsstätte!
Wenn Du diese Vorgaben erfüllst und Dich auch daran hältst, dann kannst Du sehr viel Freude mit diesem Konstrukt haben.

Achja, die Komplementärgesellschaft, z.B. eine US Gesellschaft muss natürlich auch nicht versteuern, sofern es keinen Bezug zu den USA gibt. (im Prinzip das Gleiche, wie bei den Bedingungen der LP) Es muss zwar eine Steuererklärung gemacht werden (Nullerklärung), allerdings fallen keine Steuern an, da die US Gesellschaft auch keine Umsätze im Inland tätigt.

Anonymität – hohe Vertraulichkeit

Ein weiterer spannender Vorteil einer solchen schottischen Gesellschaft (LP) ist, dass außer dem Namen der Gesellschaft nur noch die Adresse im Handelsregister eingetragen ist – that’s it! Auch ist die LP nicht dazu verpflichtet die oder den wirtschaftlichen Begünstigten zu benennen. Also durchaus eine anonyme Angelegenheit.

Unterschied zur englischen Limited Partnership (LP)

Es gibt in der Tat auch in England eine solche Rechtsform, die sich in nur wenigen Punkten von der schottischen LP unterscheidet.
Z.B. gehört Vermögen oder Eigentum, welches die englische LP erworben hat, nicht der Gesellschaft, sonder den Gesellschaftern. Bei der schottischen LP gehört das Vermögen in der Tat der Gesellschaft und ist auch ohnehin eine eigene Rechtspersönlichkeit – die englische LP nicht.
Die schottische Limited Partnership mit allen anderen erdenklichen Rechtsformen zu vergleichen, macht an dieser Stelle keinen Sinn. Denn letztendlich kommt es doch immer wieder darauf an, was Du für ein Geschäft betreibst und was Du vorhast.

Fazit

Abschließend muss man sagen, hat die schottische LP durchaus ihr Vorteile und Highlights. Sei es die steuerfreie Vereinnahmung von Gewinnen oder ihre Anonymität. Beachtenswert ist sie allemal und kann, sofern Du dafür in Betracht kommst, bei Deiner unternehmerischen Strategie durchaus ein Rolle spielen.
Bedenken und in Deine Strategie mit hinein fließen sollte aber auch, sofern Du in einem Hochsteuerland lebst, eventuelle steuerliche Negativwirkungen. (Stichwort: Außensteuergesetz)
Lebst Du in einem Land welches keine Außensteuergesetze (CFC-Rules) kennt, dann musst Du Dir über steuerliche Nebenwirkung weniger Gedanken machen. Dennoch kann es sein, dass Du am Wohnsitzstaat Deine Einnahmen versteuern musst, es sei denn, Du wohnst in einem Land, welches Auslandseinkünfte nicht besteuert, wie z.B. Malta.

Niedrigsteuerländer – auch in der EU zu finden!

Wenn wir hier wieder auf die Mainstreammedien und auch auf die vor allem deutschen Politiker hören würden, dann wären die Länder Irland, Malta und Zypern zu den Niedrigsteuerländer zählen, was vor allem aus Sicht der deutschen Justiz, eher immer negativ dargestellt wird.

Unter uns gesprochen: aus Sicht von Unternehmern und Selbständigen sind es Niedrigsteuerländer! Basta. Warum? Na ganz einfach, der Unternehmer muss einfach viel, viel weniger Steuern zahlen als in dem steuerverseuchten Deutschland und das noch mit Unterstützung der EU. Ob das negativ erscheint, sich der europäische Gerichtshof an diese deutsche Aburteilung stößt, da sich diese Aussage nicht mit der EU-Niederlassungsfreiheit verträgt, kann uns völlig kalt lassen.

Gutverdienende wollen Steuern sparen und ihr Kapital schützen.

Und da wir mittlerweile nicht nur Deutsche sind, sondern auch noch EUler, können wir auf die europäischen Niedrigsteuerländer wie Zypern, Malta und Irland hervorragend zurückgreifen.
Da aber der deutsche Staat, allen voran die Finanzbehörden, wie ein wildgewordener Bullterrier ist, hat er darauf reagiert und sein Außensteuergesetz (und Deutschland hat das schlimmste Außensteuergesetz auf diesem Planeten) ergänzt, sodass wenn Unternehmer die EU-Niederlassungsfreiheit in Anspruch nehmen bzw. sich auf diese stützen, verlangt der deutsche Fiskus, dass ausreichend Substanz in dem EU-Staat vorhanden ist, indem sich die Auslandsfirma befindet und er muss dies auch noch beweisen. Das nennt man dann Substance-Escape.

Der Beweis liegt dann darin, dass die Oberleitung des Unternehmens in dem EU-Land ansässig sein muss, wo sich die Firma befindet, sowie auch ein Geschäftsbetrieb. (Büro, Telefonnummer, PC usw.) Mit der EU-Niederlassungsfreiheit im Rücken ist es sogar so, dass man diese Steuervorteile aktiv nutzen kann (Gründung einer Auslandgesellschaft), ohne das man gleich in die Ecke des Gestaltungsmißbrauchs geschoben wird.
Davon kann ich persönlich ein Liedchen singen, da ich in der Vergangenheit im Zusammenhang mit den Ländern Österreich, Schweiz, Liechtenstein und Gibraltar damit genau in diese Ecke gestellt wurde. Auch verdeckte Gewinnausschüttung ist dann eine Angelegenheit, die meistens im gleichem Atemzug genannt wird.

Wenn Du vor hast mit Deinem Business Steuern zu sparen und willst das außerhalb Deutschlands oder Österreichs machen (was ich Dir nur empfehlen kann), dann solltest Du aber noch andere Gründe angeben, außer eine steuerliche Schlankheitskur auf Zypern, Malta oder Irland machen zu wollen. Wirtschaftliche Interessen ist dann das Zauberwort.

Obwohl die EU-Niederlassungsfreiheit uns das Tor zum steuerlichen Aderlass offiziell aufstößt, kann ich Dir nur empfehlen, diesen Brüdern (und damit meine ich die Politiker), egal ob aus Deutschland, Österreich oder der EU, nicht über den Weg zu trauen.

Hast Du wirtschaftliche Interessen und kannst nebenbei auch noch Steuern sparen und planst vielleicht auch noch selber Deutschland oder Österreich mit Deinem Wohnsitz zu verlassen, dann wird sich kein Beamter eines Hochsteuerlandes aus seinem Schlaf erheben – und wie heißt es so schön: der Köder muss dem Fisch schmecken und nicht dem Angler.
Was ich damit sagen möchte ist, dass zwar alleine der steuerliche Aspekt den gesetzlichen Vorgaben gerecht wird, aber wirtschaftliche und private Gründe für diese Verlagerung ins Ausland anzuführen, macht diese Aktion dann wasserdicht. Wie man dann wirtschaftliche Interessen dem deutschen oder dem österreichischen Fiskus schmackhaft macht, da sollten wir dann mal reden;)

Deutschland sitzt auf der Reservebank

Mit diesem europäischen und unternehmerischen Schachzug wurde Deutschland quasi auf die Bank gesetzt und kann letztendlich nichts machen – vorausgesetzt, dass man obige Bedienung erfüllt: Substance Escape und den Beweis dafür bringen. Auch der Verdacht einer Schein- oder Briefkastenfirma hat man hiermit professionell ausgehebelt.

Achtung: Hinzuberechnungssteuer!

Ne, keine Angst! Die Hinzuberechnungssteuer wird nur dann für Dich ein Problem, wenn das Auslandsunternehmen keine Substanz nachweisen kann. Dies hatten wir bereits oben schon erwähnt. Besitzt die Auslandsfirma Geschäftsräume (ein Raum genügt), Telefonanschluss, einen PC und einen Geschäftsführer, dann ist hier keine Gefahr zu befürchten.
Es besteht sogar die Möglichkeit, dass Du von Deinem Wohnsitzstaat aus, z.B. Deutschland, gewisse Tätigkeiten ausüben kannst, ohne das Du eine Betriebsstätte damit auslöst. Das DBA (Doppelbesteuerungsabkommen) lässt uns hier einige Spielräume, unteranderen, dass eine feste Geschäftseinrichtung vorhanden sein darf, die nur dafür da ist, für das Unternehmen zu werben, zu Forschungszwecken, für Hilfstätigkeiten, wie z.B. Fragen von Kunden anzunehmen, weiterzuleiten, für Informationsbeschaffung, Lagerung von Produkten usw. Also man hat hier schon etwas Spielraum damit man keine steuerpflichtige Betriebsstätte auslöst.

Problematisch ist es allerdings, wenn Du die Auslandsfirma in einem Land hast, mit dem kein DBA besteht. Das bedeutet, dass jede Tätigkeit, die Du in Deinem Wohnsitzstaat machst, eine Betriebsstätte auslöst. Alleine Deine Anwesenheit bringt schon Probleme mit sich. Die Hinzuberechnungssteuer würde sofort greifen und der Verdacht von Steuerhinterziehung liegt dann sehr nahe.

Problem gelöst!

Was sich vielleicht als schlimm oder dramatisch anhört, kann man ganz legal und einfach über folgendes simples, legales Konstrukt lösen:
Die Anteile der Auslandsgesellschaft wird von einer europäischen Holding gehalten, die in einem Staat ist, die ein Abkommen (DBA-Abkommen) mit dem Wohnsitzstaat unterschrieben hat, wobei wir wieder bei Zypern, Malta oder Irland angekommen sind. So kannst Du ganz offiziell im Namen der Holding auftreten und hast mit der Hinzuberechnungssteuer nichts am Hut.

 

Verlege Deinen Wohnsitz! Melde Dich aus Deutschland ab und ziehe in ein Land ohne Außensteuergesetz (international heißt das CFC = Controlled Foreign Corporation). Damit steht Dir die ganze Welt offen!

Die Österreicher haben zwar kein Außensteuergesetz aber so was ähnliches, heißt Anti-Mißbrauchs-Regelung. Das ist jetzt nicht wirklich der Brüller, aber dort hast Du noch ein paar sehr interessante, internationale Möglichkeiten, Dein Unternehmen steuerlich zu optimieren (sogar bis zu 0% Steuersatz!) und das Ganze mit Rückendeckung des österreichischen Finanzamtes. Dazu in einem anderem Bericht mehr.

Welches Land für welchen Unternehmer das richtige ist, ob Zypern, Malta oder Irland, oder gar keines von denen, kann an dieser Stelle nicht beantwortet werden und meine Standard-Aussage kommt hier zum Ausdruck:”Es kommt darauf an.”
Auch auf die einzelnen System in den einzelnen Länder hier einzugehen, wäre zu umfangreich. Da mache ich später für jedes Land einen eigenen Beitrag.

Stelle Dir nur mal vor, Du ziehst in ein Land ohne Außensteuergesetz, dann hast Du als Unternehmer, Selbständiger oder gar Privatier alle Freiheiten, die man sich vorstellen kann. Zwangsabgaben und Mehrfachbesteuerung wie in Deutschland sind Geschichte, Hinzuberechnungsbesteuerung ade, Du kannst offiziell Offshorefirmen besitzen und leiten, ohne das Dein neuer Wohnsitzstaat was von Dir haben möchte, solange Du die Gelder in der Firma lässt.
Lässt Du Dir Gelder privat überweisen, dann musst Du diese natürlich in Deinem neuen Wohnsitzstaat versteuern, sofern Steuern anfallen. Hast Du Dich mit Deinem neuen Wohnsitz in einem Land ohne Außensteuergesetz niedergelassen, was auch noch gleichzeitig, Dir einen NON-DOM-Status ermöglicht, dann bist Du ziemlich aus dem Schneider und kannst Leben wie Gott in Frankreich.

Naja Frankreich ist jetzt ein schlechtes Beispiel, da es ein Hochsteuerland ist…aber Ihr wisst, was ich meine;)

Legal Steuern sparen: Steuerbelastung um mind. 50% reduzieren!

Das sind doch Aussagen wo jeder gutverdienende Einwohner in einem Hochsteuerland wie z.B. Deutschland, Österreich oder Italien gleich zurück ruft: Wo?? Wann?? Bitte ich zuerst!!

Wäre das nicht toll? Wäre das nicht wirklich eine rießen Erleichterung für viele TOP-Steuerzahler? Es gibt genug erfolgreiche Unternehmer, Selbständige oder Freiberufler die gerne SOFORT ihre steuerliche Situation ändern würden. Diese bräuchten noch nicht einmal mehr Umsatz zu generieren und hätten ohne Mehraufwand mehr Geld auf den Konten – einfach so. Allerdings geht das nicht mit den Steuertipps von impulse, lexware, wiwo oder focus.

Ist das wirklich möglich? 

JA, es ist möglich – absolut! Ich will jetzt nicht mit dem einschränkenden Wort “aber” oder dem Standardsatz “es kommt darauf an” die ganze Euphorie zerstören, sondern eher mit dem “aber” eine Ergänzung machen, die besagt, dass wenn Du bestimmte Vorraussetzungen mitbringst oder Dir schaffst, dass es dann auch mit der deutlich geringeren Steuerbelastung klappt.

 

Die Vorraussetzungen für diesen steuerlichen Aderlass

Alle Vorraussetzungen für alle Berufsgruppen und Branchen jetzt hier aufzuführen, würde zu weit führen und locker leicht ein Buch füllen. Wir konzentrieren uns auf eine Branche und werden dann in den folgenden Berichten immer wieder mal eine andere Branche oder Berufsgruppe vor die Brust nehmen.

Willst Du es genau und jetzt wissen, dann solltest Du den GD-Unternehmer-Check gleich buchen.

Wir sprechen heute von einer Branche, die gut bezahlt wird und auch ortsungebunden arbeiten kann. Vieler dieser Berufe haben sich erst in den letzten Jahren gebildet aber wiederum andere gibt es schon sehr sehr lange.
Wir sprechen von Freiberuflern, Autoren, Berater, Rechtsanwälte, Online-Marketer, Designer, Softwareentwickler, Schauspieler usw.. Also alles Berufe, die mehr oder weniger ortsungebunden arbeiten können.

Z.B. als Online-Marketer ist es egal wo Du wohnst – aus der Business-Sicht. Was Du benötigst ist ein Laptop und einen Internetanschluss, den Du in fast jedem Land auf diesem Planeten bekommst. Und wenn Du dann noch Deinen Lebensmittelpunkt (Wohnsitz) z.B. in Andorra hast, dann kannst Du Dich auf noch zu den glücklichen Bürgern dieser Welt zählen, die keine Steuern zahlen müssen – sofern die Einnahmen aus dem Ausland (von Andorra aus gesehen) kommen.
Okay, die Lebenshaltungskosten dort sind schon etwas höher als in Frankfurt, aber dafür hast Du keine Steuern an der Backe.

Diese Berufsgruppe hat es in vielerlei Hinsicht deutlich einfacher, da sie keine Produkte produzieren müssen, benötigen kein Lager und auch in vielen Fällen brauchen Sie auch keine Mitarbeiter.
Für Sekretärsarbeiten lässt sich immer wieder auf der Welt jemand freiberuflich buchen, der auch einem, wenn nötig, die Buchhaltung macht.
Hierzu sollten Ihr das Buch “Die 4 Stunden Woche” von Timothy Ferriss lesen. Er stellt interessante Kontakte zur Verfügung, wie man Sekretärsarbeiten oder auch Buchhaltung extern abarbeiten lassen kann.

Was Du aber auch machen kannst, ist dass Du Dich in Deutschland abmeldest und Dich im Ausland nicht anmeldest. D.h. Du lebst als Perpetual Traveler, als immer Reisender. Ein guter Bekannter von mir hat das gemacht: Er ist in Deutschland abgemeldet, lebt überall und nirgends als Digitaler Normade und seine Einnahmen generiert er online und rechnet diese über eine Firma ab. Informationsaustausch ala OECD CRS lässt ihn ziemlich kalt, da es ihn nicht betrifft.
Okay, und wenn Du Dich ganz streng genommen nie länger als 90 oder 183 Tage in einem Land aufhälst, dann steht diesem Leben nichts im Wege. Deine Post lässt Du Dir per Mail-Drop-Service dort hin nachschicken, wo Du gerade wohnst, Deine Einnahmen laufen dann sowieso über eine schicke Ltd. oder Corporation oder LLC in einem Land, denen es egal ist wo Du wohnst oder unterwegs bist, da sie sowieso keine Steuern erheben und somit bist aus dem Schneider.

Du bist Deutscher?

Jetzt müssen wir die Euphorie dennoch etwas einbremsen, da die meisten Leser hier leider Deutsche sind. (kein Sorge, ich bin auch einer) Der Deutsche hat halt den Nachteil, dass er in einem Land geboren wurde, das sehr sehr anhänglich ist. Obiges Szenario funktioniert dennoch sehr gut und auch genauso – es müssen nur ein paar Dinge geklärt und erledigt werden. (Die tollen legalen Steuertipps von Deinem Steuerbrater oder die smarten Tipps von focus online, impulse oder Managermagazin kannst Du immer noch nutzen.)  Lese hier zu auch Abmeldung aus Deutschland.

Was Du als Ausreißer bzw. als Freiberufler, Online-Marketer, Grafiker usw. beachten musst, ist folgendes:

Wenn Du weiterhin Rechnungen an europäische Kunden schicken willst bzw. von den Einnahmen bekommst, dann musst Du Dir darüber auch Gedanken machen, wie und von wo Du Deine Rechnungen schicken willst. Als Perpetual Traveler ohne Wohnsitz ist es gerade schwierig Rechnungen zu schreiben mit (k)einer Rechnungsadresse. (Dies könnte Probleme bei Deinem Kunden z.B. in D auslösen: keine UST-ID-Nr., keine richtige Rechnungsadresse, dein Kunde bekommt diese Kosten nicht abgesetzt usw.)
Als Perpetual Traveler wirst Du auch ziemlich sicher bei keiner Bank der Welt ein Konto bekommen, sofern Du keinen Wohnsitz, eine Stromrechnung auf Deinen Namen nicht älter als 3 Monate oder sonstige Nachweise bringen kannst.

Gehst Du den Weg über eine Offshoregesellschaft, die für Dich Deine Geschäfte abwickeln soll, dann hast Du ebenfalls ähnliche Probleme, sofern Du mit europäischen Kunden/Firmen zu tun hast. Achja, die Firma benötigt natürlich auch ein Geschäftskonto, welches die gleichen Nachweise zur Eröffnung benötigt, wie oben beschrieben.

Was tun?

Es ist unumgänglich, dass Du ein rechtssicheres Konzept benötigst, sofern Du noch Einnahmen aus Europa, insbesondere aus Hochsteuerländer erhalten willst. Du kannst gerne in der Welt herumreisen und von überall arbeiten, aber die Firma, die für Dich die Rechnungen schreibt, die für Dich die Einnahmen organisiert, Buchhaltung macht, wenn nötig und auch die wenigen Steuern bezahlt (ca. 5-12,5%), diese muss professionell so organisiert sein, dass keine rechtlichen und steuerrechtlichen Probleme entstehen und die Steuerbelastung deutlich minimiert ist.

  • Alternative A
    Firmensitz Malta, Wohnsitz in einem Land ohne CFC (Controlled Foreign Corporation), also ohne Aussensteuergesetz, hierzu zählt auch Malta oder Wohnsitz bleibt bestehen.
  • Alternative B
    Firmensitz Zypern, Wohnsitz in einem Land ohne CFC (Controlled Foreign Corporation), also ohne Aussensteuergesetz, hierzu zählt auch Zypern.
  • Alternative C
    Firmensitz USA, Wohnsitz in einem Land ohne CFC (Controlled Foreign Corporation), also ohne Aussensteuergesetz. Wohnsitz bleibt bestehen.

In dem nächsten Bericht werden wir uns die Alternativen etwas genauer anschauen.

Offshore oder Onshore? Was ist die richtige Strategie?

Also ganz ehrlich und gerade heraus: Ich weiß es nicht!

Hier greift wohl einer der unbeliebtesten Standardaussage: “Es kommt darauf an”. Pauschalisieren geht leider nicht und eine Löse-schnell-das-Problem-Strategie kann es auch nicht werden. Hier sollen einfach ein paar Ideen und Möglichkeiten gezeigt werden, was alles möglich ist unter der Berücksichtigung der staatlichen Tretminen und gesetzlicher Einschränkungen.

Wenn man sich mal alle Berichterstattungen der letzten Monaten anschaut, dann kann in Bezug auf Offshorefirmen oder Onshore, Offshorekonten usw. einem Unternehmer oder Selbständigen, der sich vorgenommen hat in Sachen Steuervermeidung und auch Haftungsreduzierung über den Tellerrand des Heimatlandes blicken wollte, schon mal der Kopf rauchen.

Der Panama-Report, wie auch die öfters immer wieder falsch auftretende Meinung, dass Offshorefirmen oder Offshorekonten illegal seien, tragen nicht dazu bei, die Wahrheit ans Licht zu bringen, sondern die Menschen zu verunsichern und zu verängstigen.

Da sich 99% der Unternehmer sich in Offshoreangelegenheiten nicht auskennen und ca. 95% der Unternehmer sich auch nicht onshore auskennen, wird mit Beiträgen aus den Mainstreammedien nur die Angst geschürt und mit den drohenden Zeigefinger herumgefuchtelt.

Also auschal kann man sagen, dass das was uns die Mainstreammedien vorgaukeln, zu 90% sowieso nicht stimmt.

Auch kann man pauschal sagen, dass wenn man immer das Gegenteil von dem tut was die Masse macht oder der Masse vorgeschlagen wird, dass man ziemlich auf dem rechten Pfad ist – wie gesagt pauschal betrachtet.

 

Offshore-Firmen

Also bei Offshorefirmen stechen die Vorteile, im Vergleich zu Firmen in unserem Heimatland, doch nun mal sehr stark heraus, die da wären keine Buchhaltung oder in manchen Ländern fast keine Buchhaltung, Steuerfreiheit oder in manchen Ländern fast keine Steuern, hohe Flexibilität und auch Anonymität.

Leute die sowieso in keinen Hochsteuerländern wie Deutschland, Österreich oder Frankreich leben, sehen das doch etwas entspannter und sind auch nicht so motiviert offshore zu gehen, da sie vielleicht eh nur 10 bis 20% Steuern pauschal auf alle Einnahmen zahlen oder vielleicht auch gar nichts.

Allerdings als Bewohner eines Hochsteuerlandes ist der Unterschied von 50% Steuern und mehr zu 10% oder gar 0% Steuern enorm. Und das ist auch der Beweggrund vieler Unternehmer sich mit diesen Themen auseinander zu setzen.

Allerdings wenn Du mit einer Offshore-Firma Rechnungen schreiben willst (vor allem Rechnungen an Unternehmer in Hochsteuerländer), dann werden diese selten bis nie beim Finanzamt des Rechnungsempfängers anerkannt. Es könnte Dir egal sein, da es ja nicht Dein Problem ist, aber wenn Du regelmäßig Rechnungen schreiben willst, dann wird bald keine Firma mehr mit Dir zusammen arbeiten wollen.

Ebenfalls wirst Du Probleme bekommen mit sogenannten Zahlungsanbieter wie z.B. Paypal, Neteller, Amazon FBA usw.. Diese haben kein Interesse mit Offshorefirmen zusammen zu arbeiten bzw. Dienstleister für diese zu sein.

Auch die Wahl des richtigen Geschäftskontos ist eine zu nehmende Hürde. Mit einer Seychellen-Firma wirst Du kein Geschäftskonto bei der Sparkasse in Buxtehude bekommen. Und wenn Du mit Deinem deutschen Wohnsitz eine Offshore-Firma leiten willst, dann solltest Du Dich vorher mit dem Aussensteuergesetz (CFC Controlled Foreign Corporation) von Deutschland beschäftigen – sofern Du in Deutschland lebst.

Lebst Du in Österreich, dann musst Du die Anti-Mißbrauchs-Regelung beachten und solltest Du vielleicht in der Schweiz leben, dann, ja dann bist Du raus aus dem Schneider, denn diese können ganz offiziell Auslandsfirmen (auch Offshorefirmen) problemlos führen.

Also auf in die Schweiz:)

Bist Du bereits in Deutschland abgemeldet und wohnst in einem netten Ländchen wie z.B.

Chile
Ecuador
Bulgarien
Belgien
Hong Kong
Irland
Luxemburg
Kroatien
Kolumbien
Gibraltar
Malaysia
Malta
Mauritius
Polen
Philippinen
Rumänien
Schweiz
Saudi-Arabien
Ukraine
Slowakei
Thailand
Vietnam
Zypern

dann brauchst Du Dich um das Aussenssteuergesetz nicht zu kümmern – es betrifft Dich nicht mehr.

Übrigens die Liste der obigen Länder ist nicht vollständig. Es sind nur die wichtigsten Industrienationen und Finanzplätze, bei denen Du die Hinzurechnungsregel/Aussensteuergesetz (CFC) nicht beachten musst. Die ganzen Staaten mit Nullsteuersätzen haben ebenfalls keine solche bescheidene Regelung (CFC) und sind nicht so neugierig wie der deutsche Staat.

Also Auswahlmöglichkeiten zum Auswandern und zum Business machen, gibt es jetzt wirklich genug:)

Und nebenbei: 182 Tage darfst Du Dich ja ohnehin in Deutschland aufhalten ohne wieder steuerpflichtig zu werden – es ist eine Überlegung wert. Lese diesbezüglich nochmal hier.

So weit so gut.

Jetzt willst Du aber dennoch Geschäfte mit Unternehmen in der EU machen, da es ein lukratives Geschäft für Dich ist und Du willst aber auch die Steuerfreiheit einer Offshorefirma in Anspruch nehmen. Was tun?

Na gut, es gibt zum Glück auch dafür ein Lösung! Die Lösung heißt: Global Agency.

Global Agency

Sie wird auch Operative Agent genannt. Das Konzept ist überaus interessant und ermöglicht beides: die Zusammenarbeit mit europäischen Firmen und die Vorteile einer Offshorefirma.

Die Global Agency ist ein speziell eingerichtetes Unternehmen in der EU, besitzt eine VAT-Nr., ein Bankkonto in einem EU-Land und alles was ein “normales” Unternehmen in der EU benötigt.

Diese Agency hat eine Vereinbarung mit einem Auftragegeber (diese kann eine Offshorefirma sein) in dem alles geregelt ist, wie z.B. Vergütung, Abwicklung, Geheimhaltungspflichten, Rechnungsstellung usw.

Alle Aktivitäten mit anderen europäischen Firmen, Leistungserbringung, Rechnungsstellung, Handelsgeschäfte wird von der Agency im Auftrag des Auftraggebers, z.B. eine Offshorefirma getätigt. Für diese Tätigkeit erhält die Agency eine Vergütung.

Die Global Agency wird speziell nur für diesen Geschäftszweck gegründet und muss auch mehrere Auftraggeber haben.

Ein Kunde geht einen Vertrag mit der Global Agency ein, erhält von diesem die Rechnungen und zahlt auch die Rechnungen auf ein Bankkonto der Global Agency. Der Großteil des Einkommens (ca. 95%) wird dann, gemäß der Vereinbarung zwischen dem Auftraggeber, in unserem Beispiel eine Offshorefirma und der Global Agency, an diese abgeführt – ganz legal.

global agency, offshorefirma

Wie Du siehst, erhält die Agency eine Kommission von ca. 5%, was auch üblich ist. Die Agency muss in dem Land, in dem sie ihren Sitz hat, Buchhaltung machen, Steuern abführen und einen ganz normalen Geschäftsbetrieb verfolgen.

Sitzen solche Global Agency’s zufällig in einem quellensteuerbefreitem Land wie z.B. UK oder Zypern, dann können diese auch ohne Probleme mit Firmen, die sich offshore befinden, abrechnen.

Die Einnahmen der Offshorefirma müssen dann dort versteuert werden – oder auch nicht, wenn diese Offshore-Gesellschaft in einem Land sitzt, wo keine Steuern anfallen.

Alles in Allem kann man mit einer Offshorefirma die komplette Rechnungslegung, Inkasso, Mahnung etc. mit einer Global Agency, outsourcen. Dafür fallen dann etwas höhere Kosten an, aber das kann sich durchaus lohnen.

Wie Ihr seht, ist dieses Firmenkonstrukt etwas umfangreicher und aufwendiger aber absolut lohnenswert, wenn man bestimmte Vorraussetzungen hat.

Ob solch ein Konstrukt für Dich die richtige Wahl ist, kann ich Dir nicht sagen.

Aber wenn Du den GD-Unternehmer-Check buchst, dann bekommst Du ganz individuell Deine Strategie mitgeteilt.

Geld im Ausland II – so machen es die Reichen und Großen

In dem ersten Artikel über “Geld im Ausland – so machen es die Reichen und Großen”, haben wir darüber gesprochen, warum wir eigentlich einen Blick ins Ausland machen sollten, wenn wir daran interessiert sind unser Kapital zu schützen, zinsbringend und steuerfrei anlegen oder mit unseren ganzen Einnahmen steuerfrei leben wollen.

Also ganz ehrlich, diese Frage kann wohl jeder von uns selbst beantworten. Wir gehen doch nur weg, wenn es uns hier nicht mehr gefällt!

Oder wenn wir uns zu sehr eingeengt fühlen oder unsere Freiheit dramatisch eingeschränkt wurde oder wenn wir sogar vielleicht meinen, dass wir zu viel Steuern zahlen, unser Kapital nicht ausreichend gegenüber dem Zugriff Dritter geschützt ist oder wir einfach festgestellt haben, dass wir für alles haftbar gemacht werden können – ohne rechtliche Grundlage!

Das passiert nun mal, wenn man in einem Staat lebt, der eine Daumenschraubenmentalität an den Tag legt und immer mehr Druck auf Menschen ausübt und versucht, diese als moderne Sklaven zu halten mit der Vorgaben:

Denken und Hinterfragen nicht gewünscht!

Denn wer denkt, fängt an zu hinterfragen und stellt langsam fest, dass da etwas nicht stimmt und sucht zuerst Gleichgesinnte und dann nach Lösungen.

Leute, ich kann euch beruhigen Du bist hier unter Deines Gleichen und wir haben auch coole Lösungen:)

Bist Du etwas ungeduldig, dann kannst Du gerne schon mal hier vorbeischauen und mit uns sprechen – ganz unverbindlich.

 unternehmer, selbständige, freiheit

Frage:
Wie breche ich den Willen eines Menschen, ohne das er es merkt?

Diese Frage ist spannend oder? Aber diese Frage haben sich schon die Mächtigen vor zig Jahrhunderten gestellt und natürlich eine Lösung geschaffen, nach der wir leben und nicht merken, dass wir keinen freien Willen mehr haben!

Antwort:
Durch einen komplizierten Prozess der Indoktrination! Durch eine System von Belohnung, Strafen und entsprechender Ideologie.

(bitte schlage nach, was Indoktrination bedeutet – Dir wird dann leicht übel werden und es abstreiten wollen)

Erich Fromm hat darüber in seinem Buch Haben oder Sein etwas umfangreicher geschrieben und andere Zeitgenossen zitiert, die kapiert haben wie der Hase läuft.

Okay, zurück zum Thema – wir sind etwas vom Pfad abgekommen.

Geld im Ausland – was sind die ersten Schritte?

Der wohl beste Schritte ist, dass Du Dich aus Deinem Hochsteuerland (Heimatland) abmeldest.

Aber davon abgesehen, ist wohl auch einer der ersten Schritte

  1. das geeignete Land zu finden, welches Dir die Vorteile verschafft, die Du willst (Steuern vermeiden, Kapital sichern, Haftung reduzieren). Hierzu musst Du recherchieren, Literatur besorgen und Dich auch beraten lassen von Menschen, die sich auskennen. (Bitte erspare Dir den Gang zu Deinem Steuerberater;))
  2. Die Wahl, wie Du in dem Land Deiner Wahl auftreten willst, ist ebenfalls entscheidend: als Firma, als Privatperson oder gar nicht. Die Multis machen das immer mit Strohmänner, Trusts oder auch Offshorefirmen. Nun denn, die Auswahl ist groß und legal. Ziehst auch noch in ein Steuerparadies, dann brauchst Du auch nichts von alledem, da Du eh nichts versteuern musst.

Vielleicht auch zum Verständnis ein paar Erklärungen zu den verschiedenen Firmenmodellen:

Eine Offshore Gesellschaft ist meistens in einer Steueroase und ermöglicht ein hohes Maß an Anonymität. Die Gründung geht sehr schnell, Steuern fallen meistens keine an. Jedoch solltest Du die neue Regelung der OECD CRS berücksichtigen. Siehe hier auch den Artikel Geld im Ausland Teil 1.

Eine Corporation oder Incorporation (CORP. oder INC.) ist eine amerikanische Aktiengesellschaft. Diese bietet Anonymität für Gesellschafter und hat einen hervorragenden Ruf in Deutschland, Österreich oder auch andere europäische Nationen. (Stichwort: Haager Abkommen von 1954) Also wenn Du vor hast, eine Mutter-Tochter-Konstellation aufzubauen (da Du ja vielleicht noch in D oder A lebst), dann könnte das eine sehr gute Alternative sein.

Ebenfalls eine amerikanische Version ist die Limited Liability Company (LLC). Das ist so etwas wie die deutsche GmbH.

Bei der LLC ist z.B. das Privatvermögen des Geschäftsführers und der Gesellschafter geschützt. Nicht wie bei der deutschen oder der österreichischen GmbH, wo uns die Durchgriffshaftung (HGB § 128 und in der Anwendung BGB § 823) auch noch den letzten Pfennig aus der Tasche zieht.

Willst Du es noch etwas anonymer und unterstellst eine LLC einem Trust, dann bedeutet das Schachmatt für einen Schnüffelstaat.

Dann haben wir noch einen Trust. Ist dieser auch noch offshore, dann ist dieses Vehicle auch noch komplett immun gegen Gerichtsurteile aus dem Heimatland. In Trusts kann man sehr gut Vermögen parken.

Auch sollten wir kurz die Stiftung erwähnen. Eine Stiftung hat keine Eigentümer. Allerdings ist die Verwendung der Stiftung recht streng geregelt, sie zahlt fast keine Steuern, Erbschaftssteuer und Grundsteuer kann man sehr gut vermeiden und wenn eine Stiftung ein Unternehmen besitzt, dann sind wiederum Steuervorteile zu nutzen.

Alles in allem ist eine Firma zu gründen das eine, aber eine Firma ohne Konto, ist halt nix wert. Hierzu benötigst Du natürlich ein Geschäftskonto. Du musst dann darauf achten, in welchem Land das Konto sein soll. (Stichwort: OECD CRS Abkommen, auch so was wie Überweisungsklausel ist zu berücksichtigen)

Ich kann Dir nur empfehlen, dass Du Dir einen Berater suchst, der Dir dabei hilft die richtige Strategie für Dich und Dein Unternehmen zu finden – es lohnt sich.

Und da kommen wir ins Spiel;)

Wir sind richtig gut organisiert und das weltweit! Wir kennen uns aus, wissen auf was Du achten musst und sind up to date. Wir betreuen und begleiten Unternehmer bei der Wahl der richtigen Strategie und sind unterstützend für ihn da.

Also schreib uns gleich mal an und frage nach.
Ach ja, wir haben auch gerade eine 50% Rabatt Aktion – gleich mal nachschauen.

Ich denke, vorerst reicht es für heute – genug Infos zum verdauen.

Bis zum nächsten mal.