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So arbeitet der Fiskus mit dem Ausland zusammen

Eins sollte jedem klar sein und es auch wirklich beherzigen: leg Dich nicht mit dem Finanzamt an! Die wohl bessere und von mir auch hier immer wieder beschriebene legale Strategie ist: Vermeide das Finanzamt!

Wir erinnern uns:

„Kein Steuerpflichtiger ist verpflichtet, den Sachverhalt so zu gestalten, dass ein Steueranspruch entsteht. Vielmehr steht es ihm frei, die Steuer zu vermeiden und eine Gestaltung zu wählen, die eine geringere Steuerbelastung nach sich zieht. Eine sog. Steuervermeidung bleibt folgenlos.“ (Aus dem Beschluss des Bundesfinanzhofes vom 20.05.1997, VIII B 108/96, HFR 1997, 750, 751) Wenn Du dem Finanzamt einfach die Dinge an die Hand gibst, welche auch funktionieren und vor allem legal sind, dann wirst Du auch ohne Probleme Steuern von weniger als 10% zahlen können – egal wieviel Gewinn Du machst. Für alle Österreicher sei gesagt, dass es in Österreich ähnlich zu handhaben ist. Allerdings hat Österreich ein nicht ganz so krankes und entmutigendes Außensteuergesetz, wie das Deutschland zu bieten hat. Also allein nach Österreich auszuwandern und von dort aus sein Geschäfte weiter zu betreiben bringt schon ganz nette Vorteile mit sich. Österreich hat zwar mit seiner Anti-Mißbrauchs-Reglung auch nicht das Ei des Kolumbus erfunden, aber da geht schon etwas, wie z.B. dass man von Österreich aus ein Online-Unternehmer legal führen kann – ohne einen auf den Deckel zu bekommen und ohne es mit einer Hinzuberechnungsbesteuerung zu tun zu bekommen. Auch bietet Österreich eine überaus interessante Holdingstruktur (über die österreichischen Grenzen hinweg), die es ermöglichen steuerfrei, dank Zypern, zu leben. Aber dazu in einem anderen Bericht mehr. Beherzigst Du obige Ratschläge nicht, dann kannst Du in der heutigen Zeit Dich wohl kaum im Ausland sicher fühlen, wenn das deutsche oder österreichische Finanzamt einem auf dem Fersen ist. Und es wird einem auf den Fersen sein, wenn man gewisse Verpflichtungen denen gegenüber nicht nachkommt, wenn man Steuerschulden hat, Steuern hinterzogen oder gar Steuerbetrug im großen Stil betrieben hat. Die Steuerfahnder oder Steuerbeamten sind zwar nur Beamte, aber blöde sind sie allemal nicht und bedienen sich allzu gerne des internationalen Datenaustausches um an die verlorenen Schäfchen zu kommen.

Vive la France

Ja ja, so sehr wir doch sehr angenehme Erinnerungen an Frankreich haben, sind die Franzosen (nicht das Volk, sondern die Regierung, Politiker usw.) eher dem deutschen Staat eine Hilfreiche Petze. Als Deutscher dort Unterschlupf zu suchen, das wäre das Gleiche, als wenn Du Dich im Wasserbecken voller Krokodile verstecken wolltest. Die Chance als Krokodielsfutter zu enden, ist doch ziemlich groß – ebenso groß die Chance, von der französischen Regierung verpfiffen zu werden. Das ist vielleicht auch der Grund, warum Gerard Depardieu sein Heimatland den Rücken gekehrt hat und keine guten Worte über die Regierung fallen lässt, wie dieser Bericht zeigt. Solche Abkommen bzw. Datenaustauschvereinbarungen gibt es fast mit jeder Industrienation (DBA = Doppelbesteuerungsabkommen) und bringt den Bürger (nicht nur den Deutschen) in Teufels Küche. Gerade Deutschland hatte zu dem ganzen Datenaustauschthema in den 70er Jahren einiges dazu beigetragen, als die damaligen Politkern ein Gesetz herausgebracht haben, welches die Wahrung der steuerlichen Gleichmäßigkeit bei Auslandsbeziehungen und zur Verbesserung der steuerlichen Wettbewerbslage bei Auslandsinvestitionen soll. Wir kennen das als das mittlerweile ausgebaute Außensteuergesetz, was jedem Bürgen mit Wohnsitz Deutschland das führen und halten von Auslandsfirmen (auch Offshorefirmen) gänzlich unmöglich macht, es sei denn, Du bist mit erheblichen Nachteile happy. Bundesbürger mit Wohnsitz in Deutschland, die sich im Ausland engagiert haben, sind daher auch in Frankreich, England und den USA vor argwöhnischen Blicken deutscher Fahnder nicht mehr sicher. In der Tat ist bekannt, dass Spontanauskünfte mit Belgien, Frankreich, Großbritannien, Italien, Österreich, Kanada, den Niederlanden, Skandinavien und den USA ausgetauscht werden.  

 

Die Ziele der Steuerpolizei

  • Überprüfung gewisser Aktivitäten (beruflich und privater) deutscher Staatsbürger, in Ländern mit DBA’s.
  • Überprüfung von Einwohnermeldelisten von anderen Staaten (entfällt bei Ländern ohne Einwohnermeldeämter wie z.B. USA oder UK)
  • Kontrolle und Überprüfung von Informationen im Ausland über Immobilien, Einsicht der Grundbücher, Versicherungsunterlagen, Yachten in ausländischen Häfen oder auch Kontos von deutschen Steuerpflichtigen usw.
  • Auswertung von Immobilienanzeigen im Ausland. Die Steuerfahndung hat die Möglichkeit das Chiffregeheimnis aufzuheben. bzw. hat die Möglichkeit herauszufinden, wer diese Anzeige gestellt hat – spannend was?

  Jetzt kommt meistens der Einwand, dass Zeitungen doch im Rahmen der Pressefreiheit ein Aussageverweigerungsrecht haben! Das stimmt schon, erstreckt sich aber nicht auf den Anzeigenteil! Und wie wir mittlerweile wissen und ich auch öfters darüber berichtet habe, kommt erschwerend hinzu, die neue Regelung der OECD CRS. Spannend ist auch, da USA an dem Austausch von Daten der OECD nicht teilnimmt, diese dennoch Daten von deutsche Bürgern die bei US-Brokern oder Banken Depots oder Konten unterhalten und darauf Dividenden oder Zinsgutschriften vereinnahmen, dem deutsche Fiskus melden. Hah! Also aufgepasst, selbst wenn Du vorhast in den USA finanziell Fuß zu fassen und wiegst Dich in Sicherheit, dass die USA keine Meldung an Dein Heimatland macht (laut OECD CRS Abkommen macht die USA keine Meldungen ins Heimatland), dann kann die Praxis Dich eines besseren belehren. Es heißt nicht, dass ALLES gemeldet wird, aber laufend! Auch die britischen Finanzbehörden zeigen sich gegenüber den deutschen Behörden sehr redselig. Zinsgutschriften werden bis einer Höhe von 250€ gesammelt und dann an die Deutschen gemeldet, sofern Du noch einen Wohnsitz in Deutschland hast.

Die Wohnsitzverlagerung aus Deutschland raus und in ein Land ohne Außensteuergesetz zu ziehen, ist wohl die beste Entscheidung, die Du in Bezug auf Steuerreduzierung machen kannst und um dem deutschen Schnüfflerstaat zu entkommen.

  Wo es allerdings auch für deutsche Steuerfahner schwierig bis unmöglich wird was in Erfahrung zu bringen, sind in gewissen Steueroasen. Und wenn ein Konto auch in einem Land eröffnet wird, welches das OECD Abkommen (noch) nicht unterschrieben hat und somit auch keine Meldung ans Heimatland gemacht wird, ist es für den staatlichen Außendienstler (Finanzfahnder) seh schwer bis unmöglich Licht ins Dunkele zu bekommen. USA z.B. liefert nur aus, wenn der vorgeworfene Straftatbestand auch in den USA selbst bestraft werden würde. Ein sehr beliebtes Fluchtland für Deutsche, ist Spanien. Es liegt quasi vor der Haustür und der Deutsche glaubt, dass er sich hier, auch durch die fremde Sprache, sicher fühlen kann. Spanien liefert Dich aus, wenn Du in Deutschland Steuern hinterzogen hast. Spanien und Deutschland können sehr gut miteinander.

Diese europäische Staaten liefern bei Steuerhinterziehung nicht aus

Laut Abgabenordnung § 370 liefern folgende Staat nicht aus (Wichtig: da sich Gesetze ändern können, ist die Einholung einer verbindlichen Rechtsauskunft angeraten): Griechenland Belgien Italien Malta Schweiz Türkei Liechtenstein Andorra Großbritannien Nordirland Alderney Guernsey Jersey Isle of Man Anguilla Belize Brunei Bermuda Honkong Seychellen British Virgin Islnads Brunei Solomon Islands u.e.m.

Und folgende nicht europäische Staaten liefern bei Steuerhinterziehung nicht aus:

Indonesien Kanada Kenia Mauritius Sambia USA Uruguay Mexiko Nigeria Israel Bahamas Australien u.e.m.

Falsches Spiel der Staatsanwaltschaft

Mal angenommen Du hast 300.000€ Steuern hinterzogen und bis nach Andorra geflüchtet, da dies bestimmt ca. 3 Jahre Gefängnis mit sich bringt. So weit bist Du dort sicher und Andorra wird Dich auch nicht ausliefern. Wenn aber der hiesige Staatsanwalt dennoch motiviert ist Dich zu schnappen,  kann einfach eine Urkundenfälschung ins Spiel gebracht werden, die Du nicht gemacht hast oder einfach nicht zu beweisen ist und dann kann passieren, dass Andorra Dich nur wegen dieser Urkundenfälschung ausliefert. In Deutschland erwartet Dich dann der Prozess wegen Steuerhinterziehung und die Urkundenfälschung fällt vielleicht sogar vom Tisch runter, da nur unerheblicher Nebenkriegsschauplatz. Rechtlich ist das nicht korrekt, da der Anklagepunkt nur Urkundenfälschung in Andorra war und nur deshalb ausgeliefert wurde und nicht wegen Steuerhinterziehung. Laut Gesetz dürfte man Dich nur wegen Urkundenfälschung anklagen, was wahrscheinlich eine Bewährungsstrafe mit sich bringt. Aber willst Du das ausprobieren und Dich auf die Gesetze und die Justiz verlassen? Lass es besser! Ich habe das selber erlebt und habe die Justiz von der anderen Seite der Mauer kennen gelernt – ich werde es bei Gelegenheit mal erzählen… Ich kann Dir nur raten, die Dinge vorher und im eigenen Land zu klären. Lass es erst gar nicht soweit kommen. Jedes Problem lässt sich lösen. Es gibt jede Menge LEGALE Möglichkeiten seine Steuern zu reduzieren, Auslandsunternehmen zu führen oder seine Haftung zu minimieren. Leg Dich nicht mit dem Finanzamt an – vermeide es! Und leg Dich nicht mit der Justiz an, die spielen kein sauberes Spiel! Strukturiere Deine Angelegenheiten so, dass Du die Erlaubnis des deutschen oder österreichischen Staates hast und schlage das System mit den eigenen Waffen und nutze unternehmerfreundlichere System.