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Staatsfeind Nr. 1: Klein- und Mittelständige Unternehmen

Das der Mittelstand seit Jahre im Fadenkreuz steht und es in Deutschland nicht wirklich leicht hat, ist uns mittlerweile allen bekannt. Er hat mit Herausforderungen zu kämpfen die nicht nur auf das normale Unternehmertum wie z.B. Markt, Konkurrenz, Marketing usw. zu tun, sondern wird von seinem eigenen Staat ausgebremst, eingeengt und auch zerstört.

Wenn man gewissen Statistiken Glauben schenken darf, dann gibt es in Deutschland rund 3,5 Mio. Klein- und Mittelständige Betriebe, wobei es immer auf die Definition ankommt. Laut dem Statistischen Bundesamt sieht die Definition wie folgt aus:

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU)

Das Statistische Bundesamt definiert KMU in Anlehnung an die Umsatz- und Beschäftigten­größenklassen der Empfehlung (2003/361/EG) der Europäischen Kommission vom 6.5.2003 wie folgt:

Kleinstunternehmen: bis 9 tätige Personen und bis 2 Mill. EUR Jahresumsatz

Kleine Unternehmen* bis 49 tätige Personen und bis 10 Mill. EUR Jahresumsatz

Mittlere Unternehmen** bis 249 tätige Personen und bis 50 Mill. EUR Jahresumsatz

Großunternehmen über 249 tätige Personen oder über 50 Mill. EUR Jahresumsatz

  • und kein Kleinstunternehmen

** und kein kleines oder Kleinstunternehmen

So weit so gut die Theorie und die Statistik. Es gibt noch weitere Unterscheidungsmerkmale allerdings führt das hier zu weit und wir wollen bei dem inhabergeführten Betrieb bleiben – die sogenannten Familienbetriebe. Wir sprechen also von Unternehmer und Selbständige, die vielleicht 10 oder 20 Mitarbeiter haben und seit Generationen einen Betrieb erfolgreich am Leben erhalten, sehr guten Umsatz generieren und die mit Herzblut diesen Betrieb erfolgreich führen.

Es geht um die Unternehmer die nicht am Tropf des Staates hängen, wenn mal etwas schief läuft. Was nützt es dem familiengeführten Handwerksbetrieb mit seinen 25 Mitarbeiter, wenn Milliarden vom Staat für die Rettung von Banken locker gemacht werden und beim dem Handwerksbetrieb nichts ankommt? Und mit welcher Berechtigung bekommt diese Bank Geld?

Was hat er davon, wenn er mal in Schieflache gerät? Ist der Staat dann auch gewähr bei Fuss und unterstützt ihn mit endlos Geld wenn er sich verkalkuliert hat und Insolvenz beantragen muss? Wohl eher nicht.

Im Falle einer Insolvenz übernimmt der Staat dann mal recht schnell die Geschäftsführung und verwertet was zu verwerten geht. Allerdings eine Geldspritze vom Staat sieht eine solche Maßnahme nicht vor.

Und wenn Sie selber einmal in einer Firmeninsolvenz als Geschäftsführer involviert waren, dann werden Sie gemerkt haben, dass man Ihnen gerne das Wort im Mund rum dreht und Sie letztendlich der Buhmann sind.

Und wenn Sie als inhabergeführter Unternehmer mal eine Insolvenz hinter sich gebracht haben, dann sollten Sie sich in Deutschland warm anziehen. Tür und Tor stehen Ihnen dann nicht mehr in dem souveränen Deutschland offen.

Es geht dann schon los wenn Sie ein neues Gewerbe oder ein neues Geschäft eröffnen möchten. Zum einen lastet Ihnen der untergegangen Kahn an, der Sie einfach nicht loslassen will, obwohl Sie ja eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) hatten und die Haftung eigentlich beschränkt hätte seine sollen.

Leider haben Sie da aber nicht das Kleingedruckte gelesen, denn jeder Geschäftsführer, auch Sie, sollte etwas genauer hinschauen, da in den letzten Jahren Geschäftsführer und Gesellschafter doch mit ihrem Privatvermögen haften. Laut § 43 Abs. 1 GmbHG hat der Geschäftsführer die Aufgaben und Pflichten der Gesellschaft mit der Sorgfalt eines Geschäftsmanns wahrzunehmen. Er muss den Gesellschaftszweck fördern und Schaden abwenden. So steht es geschrieben. Also ganz ehrlich, das ist leichter gesagt als getan!

Auf jeden Fall sollten Sie als inhabergeführtes Unternehmen genauer hinschauen solange Sie noch gesund sind – es lohnt sich. Beschäftigen Sie sich mit den Themen der Haftung als Geschäftsführer und der Haftung bzw. Durchgriffshaftung von Gesellschaftern.