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Niedrigsteuerländer – auch in der EU zu finden!

Wenn wir hier wieder auf die Mainstreammedien und auch auf die vor allem deutschen Politiker hören würden, dann wären die Länder Irland, Malta und Zypern zu den Niedrigsteuerländer zählen, was vor allem aus Sicht der deutschen Justiz, eher immer negativ dargestellt wird.

Unter uns gesprochen: aus Sicht von Unternehmern und Selbständigen sind es Niedrigsteuerländer! Basta. Warum? Na ganz einfach, der Unternehmer muss einfach viel, viel weniger Steuern zahlen als in dem steuerverseuchten Deutschland und das noch mit Unterstützung der EU. Ob das negativ erscheint, sich der europäische Gerichtshof an diese deutsche Aburteilung stößt, da sich diese Aussage nicht mit der EU-Niederlassungsfreiheit verträgt, kann uns völlig kalt lassen.

Gutverdienende wollen Steuern sparen und ihr Kapital schützen.

Und da wir mittlerweile nicht nur Deutsche sind, sondern auch noch EUler, können wir auf die europäischen Niedrigsteuerländer wie Zypern, Malta und Irland hervorragend zurückgreifen.
Da aber der deutsche Staat, allen voran die Finanzbehörden, wie ein wildgewordener Bullterrier ist, hat er darauf reagiert und sein Außensteuergesetz (und Deutschland hat das schlimmste Außensteuergesetz auf diesem Planeten) ergänzt, sodass wenn Unternehmer die EU-Niederlassungsfreiheit in Anspruch nehmen bzw. sich auf diese stützen, verlangt der deutsche Fiskus, dass ausreichend Substanz in dem EU-Staat vorhanden ist, indem sich die Auslandsfirma befindet und er muss dies auch noch beweisen. Das nennt man dann Substance-Escape.

Der Beweis liegt dann darin, dass die Oberleitung des Unternehmens in dem EU-Land ansässig sein muss, wo sich die Firma befindet, sowie auch ein Geschäftsbetrieb. (Büro, Telefonnummer, PC usw.) Mit der EU-Niederlassungsfreiheit im Rücken ist es sogar so, dass man diese Steuervorteile aktiv nutzen kann (Gründung einer Auslandgesellschaft), ohne das man gleich in die Ecke des Gestaltungsmißbrauchs geschoben wird.
Davon kann ich persönlich ein Liedchen singen, da ich in der Vergangenheit im Zusammenhang mit den Ländern Österreich, Schweiz, Liechtenstein und Gibraltar damit genau in diese Ecke gestellt wurde. Auch verdeckte Gewinnausschüttung ist dann eine Angelegenheit, die meistens im gleichem Atemzug genannt wird.

Wenn Du vor hast mit Deinem Business Steuern zu sparen und willst das außerhalb Deutschlands oder Österreichs machen (was ich Dir nur empfehlen kann), dann solltest Du aber noch andere Gründe angeben, außer eine steuerliche Schlankheitskur auf Zypern, Malta oder Irland machen zu wollen. Wirtschaftliche Interessen ist dann das Zauberwort.

Obwohl die EU-Niederlassungsfreiheit uns das Tor zum steuerlichen Aderlass offiziell aufstößt, kann ich Dir nur empfehlen, diesen Brüdern (und damit meine ich die Politiker), egal ob aus Deutschland, Österreich oder der EU, nicht über den Weg zu trauen.

Hast Du wirtschaftliche Interessen und kannst nebenbei auch noch Steuern sparen und planst vielleicht auch noch selber Deutschland oder Österreich mit Deinem Wohnsitz zu verlassen, dann wird sich kein Beamter eines Hochsteuerlandes aus seinem Schlaf erheben – und wie heißt es so schön: der Köder muss dem Fisch schmecken und nicht dem Angler.
Was ich damit sagen möchte ist, dass zwar alleine der steuerliche Aspekt den gesetzlichen Vorgaben gerecht wird, aber wirtschaftliche und private Gründe für diese Verlagerung ins Ausland anzuführen, macht diese Aktion dann wasserdicht. Wie man dann wirtschaftliche Interessen dem deutschen oder dem österreichischen Fiskus schmackhaft macht, da sollten wir dann mal reden;)

Deutschland sitzt auf der Reservebank

Mit diesem europäischen und unternehmerischen Schachzug wurde Deutschland quasi auf die Bank gesetzt und kann letztendlich nichts machen – vorausgesetzt, dass man obige Bedienung erfüllt: Substance Escape und den Beweis dafür bringen. Auch der Verdacht einer Schein- oder Briefkastenfirma hat man hiermit professionell ausgehebelt.

Achtung: Hinzuberechnungssteuer!

Ne, keine Angst! Die Hinzuberechnungssteuer wird nur dann für Dich ein Problem, wenn das Auslandsunternehmen keine Substanz nachweisen kann. Dies hatten wir bereits oben schon erwähnt. Besitzt die Auslandsfirma Geschäftsräume (ein Raum genügt), Telefonanschluss, einen PC und einen Geschäftsführer, dann ist hier keine Gefahr zu befürchten.
Es besteht sogar die Möglichkeit, dass Du von Deinem Wohnsitzstaat aus, z.B. Deutschland, gewisse Tätigkeiten ausüben kannst, ohne das Du eine Betriebsstätte damit auslöst. Das DBA (Doppelbesteuerungsabkommen) lässt uns hier einige Spielräume, unteranderen, dass eine feste Geschäftseinrichtung vorhanden sein darf, die nur dafür da ist, für das Unternehmen zu werben, zu Forschungszwecken, für Hilfstätigkeiten, wie z.B. Fragen von Kunden anzunehmen, weiterzuleiten, für Informationsbeschaffung, Lagerung von Produkten usw. Also man hat hier schon etwas Spielraum damit man keine steuerpflichtige Betriebsstätte auslöst.

Problematisch ist es allerdings, wenn Du die Auslandsfirma in einem Land hast, mit dem kein DBA besteht. Das bedeutet, dass jede Tätigkeit, die Du in Deinem Wohnsitzstaat machst, eine Betriebsstätte auslöst. Alleine Deine Anwesenheit bringt schon Probleme mit sich. Die Hinzuberechnungssteuer würde sofort greifen und der Verdacht von Steuerhinterziehung liegt dann sehr nahe.

Problem gelöst!

Was sich vielleicht als schlimm oder dramatisch anhört, kann man ganz legal und einfach über folgendes simples, legales Konstrukt lösen:
Die Anteile der Auslandsgesellschaft wird von einer europäischen Holding gehalten, die in einem Staat ist, die ein Abkommen (DBA-Abkommen) mit dem Wohnsitzstaat unterschrieben hat, wobei wir wieder bei Zypern, Malta oder Irland angekommen sind. So kannst Du ganz offiziell im Namen der Holding auftreten und hast mit der Hinzuberechnungssteuer nichts am Hut.

 

Verlege Deinen Wohnsitz! Melde Dich aus Deutschland ab und ziehe in ein Land ohne Außensteuergesetz (international heißt das CFC = Controlled Foreign Corporation). Damit steht Dir die ganze Welt offen!

Die Österreicher haben zwar kein Außensteuergesetz aber so was ähnliches, heißt Anti-Mißbrauchs-Regelung. Das ist jetzt nicht wirklich der Brüller, aber dort hast Du noch ein paar sehr interessante, internationale Möglichkeiten, Dein Unternehmen steuerlich zu optimieren (sogar bis zu 0% Steuersatz!) und das Ganze mit Rückendeckung des österreichischen Finanzamtes. Dazu in einem anderem Bericht mehr.

Welches Land für welchen Unternehmer das richtige ist, ob Zypern, Malta oder Irland, oder gar keines von denen, kann an dieser Stelle nicht beantwortet werden und meine Standard-Aussage kommt hier zum Ausdruck:”Es kommt darauf an.”
Auch auf die einzelnen System in den einzelnen Länder hier einzugehen, wäre zu umfangreich. Da mache ich später für jedes Land einen eigenen Beitrag.

Stelle Dir nur mal vor, Du ziehst in ein Land ohne Außensteuergesetz, dann hast Du als Unternehmer, Selbständiger oder gar Privatier alle Freiheiten, die man sich vorstellen kann. Zwangsabgaben und Mehrfachbesteuerung wie in Deutschland sind Geschichte, Hinzuberechnungsbesteuerung ade, Du kannst offiziell Offshorefirmen besitzen und leiten, ohne das Dein neuer Wohnsitzstaat was von Dir haben möchte, solange Du die Gelder in der Firma lässt.
Lässt Du Dir Gelder privat überweisen, dann musst Du diese natürlich in Deinem neuen Wohnsitzstaat versteuern, sofern Steuern anfallen. Hast Du Dich mit Deinem neuen Wohnsitz in einem Land ohne Außensteuergesetz niedergelassen, was auch noch gleichzeitig, Dir einen NON-DOM-Status ermöglicht, dann bist Du ziemlich aus dem Schneider und kannst Leben wie Gott in Frankreich.

Naja Frankreich ist jetzt ein schlechtes Beispiel, da es ein Hochsteuerland ist…aber Ihr wisst, was ich meine;)