Die Steuertricks der Großkonzerne

Immer wieder hören wir von den Großen, den Milliardenkonzernen, die, wie man in den Mainstreammedien nachlesen kann, sich angeblich irgendwelche Steuertricks einfallen lassen, damit sie keine oder fast keine Steuern auf ihre Milliardengewinne zahlen müssen.
Allerdings müssen wir bei Mainstreammedien Vorsicht walten lassen, da diese nur an Skandalen, Hetzkampagnen und Negativpublicity interessiert sind. Schlagzeilen ist deren Währung und nicht wahrheitsgetreue Berichterstattung!

Double Irish with a Dutch Sandwich

Wir wollen Anhand von dem Weltkonzern Apple kurz erklären um welches Steuerschlupfloch sich Apple bedient und warum dieses nicht illegal ist. Wir sprechen von dem Double Irish with a Dutch Sandwich.

Die Diskussion in den Medien über dieses Konstrukt kam deshalb auf, da die EU moniert hat, dass dieses Konstrukt illegal sei und Apple eine Steuernachzahlung von rund 13 Milliarden Steuern zu tätigen hätte.

Die EU Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager äußerte sich das “Der Steuerdeal habe Apple einen wesentlichen Vorteil gegenüber anderen Unternehmen verschafft”. Sie verlangt jetzt eine Nachzahlung von rund 13 Milliarden Euro in dem Zeitraum 2003 bis 2014.

Interessant ist auch, dass Irland diese Gelder von Apple nicht haben möchte und zudem Apple LEGAL gehandelt hat. Aber das passiert, wenn sich Bürokraten und Politikern in die Wirtschaft einmischen, sich noch nicht einmal theoretisch in Wirtschaftslagen auskennen und von nichts eine Ahnung haben, außer, wie sie sich selber profilieren können.

Finanzminister Irlands Michael Noonan bezeichnete den Befund der EU-Kommission sogleich als „bizarr, ökonomisch ungerechtfertigt und politisch motiviert. Es könne nicht angehen, dass Brüssel die irische Steuerpolitik bestimme”.

Er fügte hinzu: “Das widerspreche den Römer Verträgen. Deshalb wolle er gegen das Urteil appellieren”. (Auszug aus http://derstandard.at/2000043651726/Bestuerzung-statt-Dankbarkeit-ueber-Apple-Milliarden)

Irland will nun gemeinsam mit Apple sich vor dem europäischen Gerichtshof gegen diesen Beschluss wehren.

Großkonzerne werden bevorzugt

Als unwissender Mainstreamleser könnte man dieser unsachgemäßen, politisch motivierten Berichterstattung Glauben schenken und hoffen, dass Apple die Strafe zahlen muss. Schließlich müssen andere Klein- und Mittelständische Unternehmen dafür bluten und jede Menge Abgaben leisten, damit solche Großkonzerne wie Google, Starbucks, Oracle, Apple und Co. sich solcher Steuertricks bedienen können.

Allerdings müssen wir hier dagegen halten und darauf hinweisen, dass solche Steuertricks nicht eine Prestigesache nur für Großkonzerne wie z.B. Apple sind. Internationale Steuerstrategie sind auch Angelegenheiten für den deutschen oder österreichischen Mittelstand. Der Unterschied liegt nur darin, dass Großkonzerne die legalen Steuertricks kennen – der Mittelstand nicht.

Deshalb ist Aufklärung und das Buch “Steuerparadies Europa” so extrem wichtig und jeder Unternehmer in einem Hochsteuerland sollte davon Kenntnis bekommen. Wir besprechen und zeigen steueroptimierte Strategien und geben dir als Unternehmer Ideen mit auf den Weg, damit du auch in Zukunft weniger Körperschaftssteuer oder gar abgeltungsteuerfrei deine Gewinne vereinnahmen kannst.

Trotz dem deutschen Außensteuergesetz kannst du Möglichkeiten nutzen, die deine Gesamtsteuerbelastung reduzieren und dafür benötigst du nicht unbedingt Milliarden oder Millionen.  Selbst mit einem Gewinn im weit unteren sechsstelligen Bereich kannst du solche Konzepte nutzen und dich in Zukunft zu einem internationalen Unternehmer zählen.

Auch eine Wohnsitzverlagerung spielt hier eine entscheidende Rolle und kann dich ins steuerfreie Nirwana katapultieren.

Dazu benötigst du noch nicht einmal fette Gewinne, sondern kannst als Kleinunternehmer oder Selbständiger dich in einem EU Land niederlassen und zukünftig steuerfrei leben. Dazu später mehr.

Double Irish with a Dutch Sandwich im Detail

Lasst uns an dem Beispiel von Apple kurz aufzeigen, wie deren steuersparende Strategie funktioniert hatte und welche Schritte dazu nötig waren.

Wenn du richtig gelesen hast, dann wirst du festgestellt haben, dass ich in der Vergangenheit geschrieben habe, d.h. das Double Irish Dutch Sandwich gibt es nicht mehr. Es wurde auf Druck der EU geschlossen. Es gibt natürlich für aktive Unternehmen, die dieses Konstrukt nutzen, eine Übergangsfrist bis 2020 aber dann ist Schluss damit.

Alternativ hat Irland dazu ein ebenfalls spannendes Modell ins Leben gerufen, welches eine Besteuerung von rund 6,25% auf Einnahmen in Irland aufrufen. Das ist deutlich mehr als 0% Steuern, aber auch deutlich weniger als den regulären Körperschaftssteuersatz von 12,5% und ebenfalls deutlich weniger als Irland zu verlassen und sich in einem Hochsteuerland nieder zu lassen.

Eins ist an diesem Fall deutlich zu erkennen: wenn sich ein Steuerschlupfloch schließt, wird ein anderes geöffnet.

Steuersparmodell Double Irish with a Dutch Sandwich

Bei dem Apple-Modell muss man auf drei Länder zurückgreifen: Niederlande, Irland und letztendlich das Ausgangsland USA. Warum viele US Konzerne solche europäischen Lösungen umsetzen, liegt an deren Rechtssystem und liegt auch an der Möglichkeit dieses Steuerschlupfloch zu nutzen.

Als Hauptsitz der Gesellschaft ist allen voran die USA, die zwei Gesellschaften in Irland gründen. Eine Gesellschaft ist nicht ansässig und eine ist eine ansässige Gesellschaft.

Die nichtansässige, irische Gesellschaft wird von Gesellschaften in Bermuda und British Virgin Island (BVI) kontrolliert.

In den Niederlanden wird eine weitere Gesellschaft BV (Beslooten Vennopschap) gegründet, die 100%ige Tochter der nichtansässigen Gesellschaft in Irland ist. Die Gesellschaft in den Niederland hat nicht wirklich Vermögen und auch relativ wenig Mitarbeiter beschäftigt (also fast keine Mitarbeiter). Sie arbeitet als reine Zwischengesellschaft und hat den Vorteil, dass in den Niederlande Lizenz- und Patentrechte sehr gering besteuert werden. (80% Steuerfreistellung)

Die Gesellschaften wie z.B. Google Germany GmbH in München oder Apple GmbH in München usw. dienen lediglich als Servicegesellschaften, die mit dem Hauptgeschäft des Konzerns nichts zu tun haben.

Google hat z.B. in ihrem Bericht 2011 ihre Geschäftstätigkeit wie folgt beschrieben:  „Die Gesellschaft fungiert im Wesentlichen als Servicegesellschaft der Google Inc., USA, und der Google Ireland Ltd., Irland, und erbringt für den deutschen Markt Dienstleistungen in den Bereichen Marketing, Hosting sowie Forschung und Entwicklung “.

So in etwa schaut das dann in der Praxis aus:

Mal angenommen ein Unternehmen hat einen Gewinn von 1 Million $. Dieser Gewinn wird von der ansässigen, irischen Gesellschaft eingenommen.

Die niederländische Gesellschaft stellt eine Rechnung an die irische Gesellschaft in Höhe von 900.000$ für Lizenz- und Patentrechte. Die 900.000$ werden auch von der irischen Gesellschaft bezahlt und kann auch als Betriebsausgaben in der Buchhaltung berücksichtig werden.

Es bleibt ein zu versteuernder Gewinn von 100.000$, der mit 12,5% besteuert wird, also zu zahlende Steuer von 12.500$.

Die BV, also die niederländische Gesellschaft, zahlt nur 1% Steuern auf ihre 900.000$ Einnahmen und der Rest wird nach BVI (British Virgin Island) bzw. Bermuda legal transferiert. Die BV zahlt also an Steuern 9.000$.

Im Gesamten hat der US Konzern bzw. seine Tochterfirmen also 21.500$ Steuern bezahlt bei einem Gesamtgewinn von 1 Million Dollar, also 2,15%! Nicht übel:)

Nicht berücksichtig sind natürlich die Kosten für die Errichtung und Unterhaltung von den Gesellschaften in Irland und Niederlande, mehrfache Buchführung und sonstige Beratungsleistungen. Allerdings sind diese Kosten im Verhältnis zu den eingesparten Steuern Peanuts.

Auch muss noch überlegt werden, was mit dem Kapital auf den Bermudas passiert. Wird dieses Geld an Gesellschafter oder an den Mutterkonzern ausgeschüttet, fallen natürlich wieder Steuern an (Abgeltungssteuer/Einkommenssteuer). Aber auch hier gibt es wiederum sehr interessante Gestaltungsmöglichkeiten, wie man dieses Kapital steuerschonend überweisen kann.

 

Steuerbefreiung und Anonymität in Einem – Die Schottische Limited Partnership!

Bleiben wir doch im Norden der EU und schauen uns dort noch etwas um, ob nicht vielleicht eine spannende Alternative im Vergleich zu dem Sonderprogramm des NON-DOM-Status in UK uns vielleicht das Leben versüßen kann.
In der Tat werden wir fündig, wenn wir uns etwas auf schottisches Terrain begeben. Schottland!? Ja Schottland hat außer den Highlands, den Central Lowlands und Southern Uplands doch noch mehr zu bieten. Schottland gehört zum vereinigten Königreich Großbritanniens und Nordirlands und umfasst das nördliche Drittel von Großbritannien.
Mit ihrer Hauptstadt Edinburgh, die seit 1437 Hauptstadt ist, gehört Schottland mit ihren knapp 5,4 Mio. Einwohner wohl eher zu den kleineren Länder Europas. Davon leben knapp 500.000 alleine schon in der Hauptstadt. Allerdings ist Edinburgh nicht die größte Stadt in Schottland! Dieses Privileg hat Glasgow und kann mit knapp 600.000 Einwohner aufmarschieren. Im Großen und Ganzen war es das an großen Städten in Schottland (ohne einen Schotten zu verärgern), danach haben wir noch Aberdeen und Dundee, die sich zwischen 100.000 und 200.000 Einwohner aufhalten und alle anderen Städte, liegen deutlich unter der 100.000 Einwohner Marke.

Noch einen Satz zu den Sommertemperaturen, die sind um die 18 ºC eher als frisch einzustufen. Wobei man auch schon mal Höchsttemperaturen von etwas über 32 ºC gemessen hat. Also Schottland ist wohl nix für Wassernixen und Sonnenanbeter.

Aber mit Sicherheit muss sich Schottland nicht verstecken, wenn es um Steuerbefreiung von Unternehmen im internationalen Vergleich geht. Das “kleine” Schottland hat hier was zu bieten, was überaus interessant ist und mit den ganz Großen aus Europa, wie Malta, Zypern oder Irland durchaus mithalten kann. Schauen wir uns das mal genauer an…

Vorteile einer schottischen Limited Partnership

  • Steuerbefreiung, wenn kein UK Bezug (dazu unten mehr)
  • Anonymität (Gesellschafter stehen nicht im Handelsregister)
  • EU Gesellschaft
  • Keine Bilanzpflicht
  • Keine Veröffentlichung der Begünstigten (neue Regelung seit 2016)

Die Rechtsform der Limited Partnership (LP) gibt es schon relativ lange (seit über 100 Jahren) und ist in etwa mit der deutschen Kommanditgesellschaft (KG) zu vergleichen. Wie auch bei der deutschen LP haftet der Komplementär (General Partner) mit all seinem Vermögen für die Belange der Gesellschaft. Der Kommanditist (Limited Partner) haftet nur mit seiner Einlage. (es können auch mehrere Kommanditisten sein) Wegen dem Haftungsrisiko des General Partners wird oft hierzu eine Kapitalgesellschaft (Corp. oder Ltd.) verwendet.

Steuerbefreiung

Einer der wohl auffälligsten Vorteile ist, dass die schottische LP in UK nicht steuerpflichtig ist. Die Voraussetzung dazu ist, dass sie keinerlei Bezug zu dem vereinigten Königreich (UK) haben darf. Die Limited Partnership darf also keinen UK-Gesellschafter haben, keine Kunden aus dem vereinigten Königreich, keine Betriebsstätte und darf auch nicht der Ort der Leistungserbringung sein. Die Adresse, an der die LP registriert ist, sollte kein Büro sein und nicht den Anschein erwecken, dass es hier geschäftlich hoch her geht.
Wir erinnern uns: keine Betriebsstätte!
Wenn Du diese Vorgaben erfüllst und Dich auch daran hältst, dann kannst Du sehr viel Freude mit diesem Konstrukt haben.

Achja, die Komplementärgesellschaft, z.B. eine US Gesellschaft muss natürlich auch nicht versteuern, sofern es keinen Bezug zu den USA gibt. (im Prinzip das Gleiche, wie bei den Bedingungen der LP) Es muss zwar eine Steuererklärung gemacht werden (Nullerklärung), allerdings fallen keine Steuern an, da die US Gesellschaft auch keine Umsätze im Inland tätigt.

Anonymität – hohe Vertraulichkeit

Ein weiterer spannender Vorteil einer solchen schottischen Gesellschaft (LP) ist, dass außer dem Namen der Gesellschaft nur noch die Adresse im Handelsregister eingetragen ist – that’s it! Auch ist die LP nicht dazu verpflichtet die oder den wirtschaftlichen Begünstigten zu benennen. Also durchaus eine anonyme Angelegenheit.

Unterschied zur englischen Limited Partnership (LP)

Es gibt in der Tat auch in England eine solche Rechtsform, die sich in nur wenigen Punkten von der schottischen LP unterscheidet.
Z.B. gehört Vermögen oder Eigentum, welches die englische LP erworben hat, nicht der Gesellschaft, sonder den Gesellschaftern. Bei der schottischen LP gehört das Vermögen in der Tat der Gesellschaft und ist auch ohnehin eine eigene Rechtspersönlichkeit – die englische LP nicht.
Die schottische Limited Partnership mit allen anderen erdenklichen Rechtsformen zu vergleichen, macht an dieser Stelle keinen Sinn. Denn letztendlich kommt es doch immer wieder darauf an, was Du für ein Geschäft betreibst und was Du vorhast.

Fazit

Abschließend muss man sagen, hat die schottische LP durchaus ihr Vorteile und Highlights. Sei es die steuerfreie Vereinnahmung von Gewinnen oder ihre Anonymität. Beachtenswert ist sie allemal und kann, sofern Du dafür in Betracht kommst, bei Deiner unternehmerischen Strategie durchaus ein Rolle spielen.
Bedenken und in Deine Strategie mit hinein fließen sollte aber auch, sofern Du in einem Hochsteuerland lebst, eventuelle steuerliche Negativwirkungen. (Stichwort: Außensteuergesetz)
Lebst Du in einem Land welches keine Außensteuergesetze (CFC-Rules) kennt, dann musst Du Dir über steuerliche Nebenwirkung weniger Gedanken machen. Dennoch kann es sein, dass Du am Wohnsitzstaat Deine Einnahmen versteuern musst, es sei denn, Du wohnst in einem Land, welches Auslandseinkünfte nicht besteuert, wie z.B. Malta.

Steuerfrei in Großbritannien leben!

Großbritannien verbinden wir gut und gerne immer mit schlechtem Wetter (wobei es in Wirklichkeit gar nicht so schlecht ist), eine Queen, die wenig zu sagen hat, Hochenglisch (das Englisch schlecht hin), elitäre Universitäten und vielleicht noch mit hohen Lebenshaltungskosten – ach ja, Fußball natürlich auch!
Ob jeder das so empfindet, kommt wahrscheinlich auch auf den Blickwinkel, die persönlichen Interessen und die Größe des Geldbeutels an. Was die Lebenshaltungskosten anbelangt, da könnt Ihr euch schon mal auf der Webseite Numbeo schlau machen. Dort findet Ihr übrigens auch andere Städte die ihr in Vergleich setzen könnt.

Auf jeden Fall sagt Numbeo, dass die Lebenshaltungskosten in England 4,42% geringer sind als in Österreich – wäre hätte das gedacht. Allerdings, wenn Du vorhast dort eine Wohnung zu mieten, dann musst Du schon tiefer in die Tasche greifen, denn hierfür zahlst Du schon über 16% mehr als wiederum in Österreich. Klar, es ist abhängig in welcher Stadt oder auf welchem Dorf Du wohnst, aber durchschnittlich gesehen kommt das schon hin. Schau es Dir am besten selber an.

Eine Spielwiese der Reichen

Wen diese Vergleiche wohl überhaupt nicht interessieren, sind den Superreichen. Wieso komme ich gerade auf diese? Ganz einfach, weil jede Menge dieser Megareichen dort leben – und nicht, weil Sie dort geboren wurden oder weil es dort so kuschelig warm ist, sondern weil die Steuern in Großbritannien so sexy sind.
Wie wir allerdings wissen und ich auch in anderen Berichten immer wieder erwähnt habe, gehört Großbritannien doch zu den Hochsteuerländer. Also, wieso gehen die Reichen nach England?? Das liegt an einer Sonderform, welches in England, Irland, Malta und auch in Zypern möglich ist. Wobei Zypern eine Sonderform ist, welche ich in einem anderen Bericht erläutern werde.

NON-DOM-Status

Der NON -DOM-Status machst möglich. Der NON-DOM-Status gibt es in UK (United Kingdom = vereinigtes Königreich und dazu gehört auch Irland) mittlerweile schon seit über 200 Jahren und findet heutzutage nach wie vor seine volle Anwendung. Hintergrund ist der Unterschied im angelsächsischen Steuerverständnis zwischen “Resident” und “Domicile”. D.h. “Resident” bedeutet dort wohnen und “Domicile” bedeutet dort sesshaft zu sein. Also die “normalen” “domicilen” Bürger von England sind dauerhaft sesshaft und sind somit mit ihrem Welteinkommen in England zu versteuern.
Das gleiche gilt übrigens für Irland. Als sesshafter Ire musst Du Dein Welteinkommen auch dort versteuern.

Hast Du Dir als Ausländer einen NON-DOM-Status ergattert, dann musst Du nur in Großbritannien und Irland versteuern, wenn die Quelle auch britisch ist. D.h. wenn Du Einkünfte, Umsätze in Großbritannien erzielst, dann müssen diese auch dort versteuert werden. Die Besteuerung liegt dann bei zwischen 20-45% – nicht wirklich wenig.

Generierst Du allerdings Einkünfte außerhalb von England und Irland und diese Gelder fließen nicht nach England (Remittance-Base = Überweisungsklausel), dann sind diese Einkünfte steuerfrei. Wenn Du also die im Ausland (aus Sicht von England oder Irland) erwirtschafteten Gelder im Ausland lässt (Konto im Ausland), dann sparst Du Dir die Abgeltungssteuer, Einkommenssteuer, Kapitalertragssteuer, usw.

Wenn Dir allerdings ein Unternehmen aus UK Geld auf Dein Auslandskonto überweist, dann musst Du das wiederum in UK versteuern, was dann ebenfalls sehr unattraktiv ist. Auch wenn Du physisch in Großbritannien Dein Geld verdienst und das ganze aber irgendwie offshore abwickelst, ist es dennoch in Großbritannien offline und auch dort zu versteuern.

Also einfach und zusammenfassend ausgedrückt heißt das, wenn Du einen NON-DOM-Status in UK inne hast, wird alles dennoch versteuert was eine Quelle in Großbritannien hat oder was nach Großbritannien fließt bzw. überwiesen wird. (Remittance Base) Lebst Du in England und generierst Deine Einkünfte im Ausland und lässt sie auch dort (aus Sicht von England), dann zahlst Du keine Steuern.

Wie bekommt man einen NON-DOM-Status?

Im Prinzip jeder Ausländer kann diesen erhalten – wiederum aus Sicht von Großbritannien, oder auch jemand, der in Großbritannien geboren wurde und Nachkommen bis zur zweiten Generation in einem anderem Land nachweisen konnte. Vermögenden Familien hatten auch die Möglichkeit genutzt, eine Kind im Ausland zu gebären. Finanziell war das nicht wirklich eine Herausforderung für solche Familien, dass die Mutter kurz vor einer Geburt in ein passendes Ausland zog, dort das Kind zur Welt brachtet und dann wieder heimkehrte.

Das nennt man dann Geburtstorismus und wird auch heutzutage immer noch genutzt. Vor allem in den USA. Schwangere Mexikanerinnen fahren vor der Geburt nach USA und gebären dort Ihr Kind. Automatisch erhält das Kind einen amerikanischen Pass. Ob ein amerikanischer Pass jetzt das goldene vom Ei ist, wage ich zu bezweifeln, denn die Besteuerung von US-Bürgern ist an deren Staatsbürgerschaft gekoppelt. Und zum zweiten, willst Du Dich Dein Leben lang mit der IRS, der amerikanischen Steuerbehörde, herumschlagen?

Nun denn, auf jeden Fall ist es auch bei dem englischen NON-DOM-Status genauso. Bist Du außerhalb Großbritanniens geboren, dann konntest Du Dich Dein Leben lang in England aufhalten und im besten Fall, sofern Du nur Einkünfte im Ausland generierst, nie Steuern zahlen.

Der britische NON-DOM-Status in der Kritik

Wenn sich irgendwo relativ viele Millionäre und sogar Milliardäre tummeln und man stellt fest, dass diese so gut wie keine Steuern zahlen, dann schafft das schon etwas Unmut bei Politiker und deren Gefolgschaften. Obwohl diese NON-DOM-Regelung in UK absolut wasserdicht und rechtlich sauber ist. Es wurde also in jüngster Vergangenheit auf höchster Ebene über diesen NON-DOM-Status diskutiert und einige Änderungen vorgenommen. Diese Änderungen betrifft zum Einen den englischen Staatsbürger.

Oben hatte ich erwähnt, dass englische Staatsbürger, die bis zur zweiten Generation Nachkommenschaft im Ausland nachweisen können, auch unter diese NON-DOM-Regelung fallen. Diese wurde allerdings abgeschafft! D.h. der NON-DOM-Status gilt nur noch für Ausländer!
Auch wurde die völlige Abschaffung dieses Staus diskutiert. Allerdings ist die wirtschaftliche Macht, allen voran die Millionäre und Milliardäre und deren Einfluss, schon relativ groß.
Ja, es ist richtig, sie generieren Gelder im Ausland und zahlen in UK keine Steuern! Was dagegen steht und wo auch die Milliardäre in England schon Einfluss haben, ist dass diese freiwillig viele Gelder in England lassen und investieren, wie z.B. der russische Milliardäre Abramovich mit seinem Fußballclub FC Chelsea, der Scheich Mansour bin Zayed Al Nahyan mit Machester City oder sie investieren in öffentliche Veranstaltungen und Universitäten.

So wie einst der britische Schatzkanzler George Osborne argumentierte, dass es ein unkluger Schachzug wäre, sich mit den ausländischen Millionäre und Milliardäre anzulegen und diese vor die Tür zu setzen oder hoch zu besteuern, sofern man den NON-DOM-Status abschaffen würde, sollte man es so belassen, da diese sehr reichen Leute auch freiwillig sehr viel Geld in England lassen.

Neuerungen im englischen NON-DOM-Reglement

Somit bleibt der NON-DOM-Status in Großbritannien weiterhin bestehen mit kleinen aber verkraftbaren Einschränkungen.
Es wurde eine Pauschalbesteuerung eingeführt und diese besagt, dass wenn Du den NON-DOM-Status weiterhin nutzen willst, dass Du von 30.000 Pfund bis 90.000 Pfund jährlich pauschal zu zahlen hast. (die Höhe der Zahlung ist abhängig von der Aufenthaltsdauer in Großbritannien – je länger, desto teuerer) Für die Megareichen ist das nicht wirklich eine Einschränkung und für alle anderen ist es ein Rechenexempel. Und ganz ehrlich gesagt, lohnt sich ein solcher Akt (Wohnsitzverlagerung nach UK mit Kind und Kegel usw.) sowieso erst ab einer gewissen finanziellen Größenordnung. Allerdings megareich musst Du nicht sein.

Wenn Du z.B. in England lebst und gründest eine Gesellschaft in den USA und diese erwirtschaftet jährliche Provisionseinnahmen von ca. 600.000€ mit Partnern, die nicht in UK sitzen, dann kannst Du diese Geld steuerfrei vereinnahmen. In den USA hast Du nichts zu versteuern, außer eine Pauschalbesteuerung von ca. 150-350$/Jahr (kommt auf die Gesellschaftsform an), sofern Du keine Umsätze in den USA tätigst.

Also wie Du siehst, kann man auch schon mit wenig Umsätzen sich steuerlich besser stellen, als in Deutschland. Dagegen halten muss man natürlich Gründungs- und Verwaltungskosten, die allerdings im Vergleich zu den überhöhten Steuern in Deutschland sehr gering sind und Gründungskosten auch nur einmalig anfallen.

Beantragung des NON-DOM-Status

Die Beantragung des NON-DOM-Status ist nicht wirklich eine große Herausforderung, da es keine wirklichen Anforderungen gibt. Das einzige was Du beachten solltest ist, dass Du den Antrag richtig stellst und Dir dazu auch am besten einen sehr guten Rechtsanwalt besorgst. Ich habe diese Kontakte, schreib mir einfach.

Ist der NON-DOM-Status in Großbritannien für mich das richtige?

Gute Frage – nächste Frage! Wenn wir mal die persönlichen Belange außen vor lassen, da diese jede wirtschaftlich-strategische Ausrichtung eines Unternehmens über Board werfen kann, muss ich immer wieder sagen:”Es kommt darauf an”.
Es kommt darauf an, welches Business Du betreibst, welche Umsätze werden erzielt, Gewinne, Vermögensverhältnisse, Schulden, Leichen im Keller, Immobilienbesitz, Erbschaft, Strategie, anstehende Insolvenz usw. Möglich ist, dass gerade auf Grund Deiner Situation Großbritannien mit seinem NON-DOM-Status für Dich überhaupt nicht in Frage kommt, sondern eher Malta oder Zypern oder keines von denen. Vielleicht bevorzugst Du auch eher ein Land ohne Außensteuergesetz, denn dann musst Du Dir am wenigsten Gedanken machen, wo Du wie Geld verdienst und wie Du es versteuerst.
Es gibt jede Menge steuerliche, strategische und internationale Gestaltungsmöglichkeiten die es zu berücksichtigen gilt bzw. die man nutzen kann und sollte. Pauschallösungen gibt es allerdings nicht!

Dein Vermögen hinterlässt Spuren – verwische sie!

Einst ist auf jeden Fall klar und bestätigt sich immer wieder – je mehr Du hast, desto mehr hast Du zu verlieren. Lebst Du von der Hand in den Mund, dann zahlst Du keine Steuern, keiner will was von Dir (denn die meisten wollen sowieso nur Dein Geld), Du kannst vielleicht hier und da noch etwas Stütze vom Staat abkassieren und lebst sonst ein ziemlich entspanntes Leben. Also auf jeden Fall kenne ich einige Menschen, die das genau so machen und sind glücklich. Für denjenigen, der aber jetzt schon ein nettes Vermögen aufgebaut hat, ist diese Darstellung nicht wirklich hilfreich – und vor allem für Unternehmer und Selbständige nicht. Und wenn ich diesen sehr habenorientierten Unternehmer ein Zitat von Erich Fromm entgegen bringt, welches heißt: “Befreie Dich von den Krücken Deines Besitzes”, dann erhalte ich Blicke, die fast schon tödliche Absichten haben und ich kehre wieder schnell zurück in das vom Unternehmer so geliebte Hamsterrad und berate ihn auf weniger spiritueller Art und Weise – naja, probieren kann man es ja:) Viel Geld bzw. viel Vermögen bedeutet also nicht ein sorgenloses, sondern ein sorgenvolles Leben. Und einer der größten Sorgenbringer ist unser deutsches oder österreichische Finanzamt. Wenn man also sein schwerverdientes Kapital gewinnbringend anlegen möchte, dann kann man einfach nicht verhindern, dass ungewollte Schmarotzer (Staat, Finanzamt) wieder daran mitverdienen.

Ab ins Ausland!

Das sich der Staat damit keine Freunde macht, scheint er einfach nicht kapieren zu wollen und ist ihm auch egal, so wie es scheint. Mit seinem Außensteuergesetz ist Deutschland mit Sicherheit eines der schärfsten Länder um ihre Sklaven in Schach zu halten, auszuleuchten und zu bevormunden. Der verärgerte und gutverdienende Unternehmer, der sich mit dem Außensteuergesetz nicht auskennt und sich auch noch nie damit auseinandergesetzt hat, kommt dann auf die Idee, Geld ins Ausland zu schleusen. Ihm ist zu Ohren gekommen, dass es im Ausland interessantere, renditenstärkere und auch steuerbegünstigtere Kapitalanlagen oder Investitionsmöglichkeiten gibt, als in seinem Heimatland – oder auch einfach nur, um sich dem System entziehen zu wollen. Das naheliegendste Land, wo man vielleicht sein Geld hinbringen könnte, ist die Schweiz. Das Problem ist nur, dass wenn Du mehr als 10.000€ einführen willst, Du es an der Grenze melden musst – wohl gemerkt pro Person. Hast Du Dein Auto voll mit Menschen gepackt und jeder hat 10.000€ in der Tasche, dann ist das alles noch im gründen Bereich. Sieht halt nur komisch aus, dass alle Passagiere zufällig die gleicher Maximalsumme dabei haben. Und da sind wir auch gerade an einem wichtigen Punkt, was einem Zöllner komisch vorkommen kann, sofern er nach Gelder gefragt hat und Du ihm freundlicherweise und auch mit keiner bösen Absicht die Bargeldsummen genannt hast. Die Folge könnte sein, dass er Dein heimisches Finanzamt trotzdem informiert, obwohl Du alles richtig gemacht hast. Sogar bei stärkerem Verdacht, da Du vielleicht mit zu lauter Mucke, Sonnenbrille und quietschenden Reifen vorgefahren bist, kann der Zollbeamte daraus einen dringenden Tatverdacht machen und das Geld beschlagnahmen inkl. einer Hausdurchsuchung. Übertrieben? Weit gefehlt – pure Praxis! War dieses Geld offizielles Geld, hast Du nur unnötigen Ärger – war es das nicht, dann hast Du richtigen Ärger. Ich habe auch gehört, dass einige gerne den Umweg über Österreich oder Frankreich nehmen um in die Schweiz zu gelangen. So umgeht man die direkte Einreise und ich habe gehört, dass die Kontrollen über diese Länder nicht ganz so intensiv sind, wie die deutsch-schweizer Grenze. Auch die Reise mit einem Urlaubsbus scheint so, dass die Urlauber nur sehr sporadisch kontrolliert werden, ebenso das Gepäck. Auch gut mit dem Auto zu erreichen, ist der Kleinstaat Andorra. Dieser liegt zwischen Frankreich und Spanien und gehört nicht zur EU. Ein paar Deutsche haben mir erzählt, dass an der Grenze zu Frankreich man sowieso nur durchgewinkt wird. An der Grenze zu Andorra, ist teilweise so viel Verkehr, dass die Grenzbeamten einfach überfordert oder auch einfach kein Lust haben jeden und alle zu kontrollieren. Andorra hat über 10 Mio. Besucher jedes Jahr und beschäftigt die Grenzbeamten doch sehr.

 

Geld an der Grenze

Nun, es sind schon über 10 Jahre her, dass es Pflicht in allen EU Staaten geworden ist, wenn man mehr als 10.000€ dabei hat und über die EU-Grenze will (egal ob In- oder Ausreise), die Geldsumme deklarieren muss. Innerhalb der EU-Länder gilt diese nicht – hier kannst Du noch beliebt viel Geld mit Dir herumtragen und die EU-Länder bereisen. Sollte Dich der nette Zollbeamte fragen, der Dich zufällig an der Grenze von Deutschland nach Österreich anhält ob Du Kohle dabei hast, dann ist der Moment gekommen ihm dies auch mitzuteilen, sofern Du mehr als 10.000€ dabei hast. Wirst Du nicht angehalten, musst Du auch nichts deklarieren. Belassen wir mal den Transport von Geld ins Ausland. Es gibt noch andere Länder, die überaus interessante Möglichkeiten bieten, sein Geld zu parken. Mit dem Beispiel Schweiz oder Andorra will ich nur aufzeigen, dass es alles andere als leicht ist Geld aus Deutschland raus zu bekommen ohne eine Spur zu hinterlassen.

Geld überweisen

Also überweisen geht natürlich auch, allerdings werde alle Überweisungen über 2.500€ gemeldet. D.h. die Bank meldet dies der BaFin (Bundesamt für Finanzdienstleistungsaufsicht), den Absender wie auch den Empfänger. Und Dank dem vorgetäuschten Datenschutz (Datenaustausch), der seit dem 1. April 2005 ganz legitim und offiziell von den Behörden durchgeführt werden kann, sofern ein Verdacht besteht (die finden immer ein Verdacht!), ist also auch diese Freiheit bzw. Privatsphäre ad acta zu legen. Ja, Du kannst natürlich unter dieser Grenze von 2.500€ bleiben und eine Meldung bleibt aus. Allerdings wie würde das aussehen, wenn Du z.B. 100.000€ überweisen willst und unterhalb dieser Meldegrenze bleiben möchtest? Nun, 40 Überweisungen a 2.500€! Sieht auch komisch aus oder? Auch hast Du damit gleich eine Spur ins Ausland gelegt – nicht clever!

Die Petze Spanien

Über die Petze-Mentalität der spanischen Behörden gegenüber den Deutschsprachigen, hatte ich ja schon mal geschrieben. Sollte es z.B. jemand doch probieren Gelder im Laufe der Jahren ins spanische Ausland zu schaffen (mal angenommen es wäre Schwarzgeld) um sich dort eine nette Wohnung zu erwerben, dann stellt sich wiederum die Frage, wer steht im spanischen Grundbuch? Meistens derjenige, der auch dort wohnen will. Allerdings solltest Du wissen, das spanische Grundbücher regelmäßig von den Behörden auf Deutsche durchforstet und natürlich gemeldet werden. Aber nicht nur Spanien meldet, sondern mittlerweile über 100 Länder, laut dem neuen CRS Abkommen der OECD und das nicht erste wenn Du ein Haus kaufst oder baust, sondern, wenn Du nur ein Konto eröffnest und 5€ einzahlst. Die Meldung, die dann an Dein zuständiges Finanzamt geht, wird vorerst nicht bearbeitet. Das FA wartet mal ab, ob Du dieses Konto ein oder zwei Jahre später in Deiner Buchhaltung aufführst. Wenn nicht, dann kann man Dir noch andere übelklingende Dinge anhängen, wie z.B. Steuerhinterziehung, Betrug usw.

Kapitalschutz

In Bezug auf Kapitalschutz sollte Offshorebanking nicht fehlen! Ein Konto offshore zu haben ist perse überhaupt nichts illegales, sofern Du es meldest. Und einen Notgroschen außerhalb des deutschen Schnüfflerstaates zu haben, kann nichts schaden und ist auch vor dem Zugriff ungerechtfertigter Forderungen Dritter geschützt. Eine Pfändung z.B.  kann auf einem Offshorekonto nicht durchgeführt werden! Also Konten auf verschiedenen Kontinenten zu haben um Dein Vermögen zu streuen und zu schützen, solltest Du auf jeden Fall in Betracht ziehen. Und die Renditen sind meistens besser als in Good old Germany.

Kryptische Währungen

Der heilige Gral, die Erlösung, das Mekka! Also kryptische Währungen und in diesem Zusammenhang das Thema Blockchain, werden immer geläufiger und finden immer mehr Zuspruch – vor allem BitCoin. Du kannst schon in vielen Geschäften mit BitCoins zahlen oder Dich auch mit BitCoins bezahlen lassen. Ich bin wahrlich kein BitCoin -Experte aber ich habe mir sagen lassen, dass es weit über 400 kryptische Währungen gibt. (wenn das falsch ist, lass es mich bitte wissen) Also als Alternative zur bestehende Währung sehe ich das allemal. Ob es der heilige Gral ist, so wie viele behaupten und auch damit umgehen, wage ich zu bezweifeln. Es wird doch gerade mit BitCoin, OneCoin usw. genau das forciert, was wir doch alle so ungern haben wollen: eine bargeldlose, digitale Währung! Ich sehe kryptische Währungen als überaus interessante Alternative zu anderen Währungen, allerdings ist es auch nur eine Währung (digital) in einem schlechten und vor allem reformierungsnotwendigen System. Die Ursache ist damit nicht behoben. Das wäre das gleiche, als auf dem Deck der Titanic den Liegestuhl zu wechseln. Und eine digitale Währung kann natürlich per Knopfdruck ausgeschaltet werden! Stromausfall würde schon reichen. Ich kenne die Argumente, dass kryptische Währungen dezentral organisiert sind usw. aber dennoch bitte mal darüber nachdenken. Und wenn wir das etwas weiterspinnen und der Staat, die Regierungen, das System lässt  das alles die nächsten 5-10 Jahre so weiterlaufen, so dass (fast) jeder in einer kryptischen Währung verhaftet ist und dann wird per Verordnung der Handel, der Kauf, der Einkauf etc. von kryptische Währung verboten oder besteuert! Was dann? Auch ist es ein Leichtes über die IP Adresse eines Jeden herauszubekommen, wer wo wann BitCoin, OneCoin, MCC usw. gekauft hat! (Danke Datenaustausch und ausspionieren des Staates) Das ist doch zu sehr an den Haaren herbeigezogen, werden einige sagen. Mag sein, allerdings sollten wir uns z.B. daran erinnern, was USA 1933 und 1961 getan hat: Goldverbot in den USA! Auch hätte ich nie gedacht, dass Deutschland auf Privatsphäre keine Rücksicht nimmt, dass Deutschland sich an illegalen Geschäften beteiligt (siehe Cum-Ex Deal) auch hätte ich nie gedacht, dass die 3. größer Bank der Welt insolvent gehen kann. Also ich könnte jede Menge anderer unglaubliche (auch selber erlebte) Beispiele bringen, die genau das bestätigen, was ich oben anhand der kryptischen Währung prognostiziert habe. Nehmt meine Worte einfach als Anstoß zum nachdenken und zum hinterfragen. Ich stehe alles andere als negativ kryptischen Währungen gegenüber und Hellsehen kann ich natürlich auch nicht – allerdings habe ich schon Pferde vor der Apotheke kotzen sehen.

Fazit

Es gibt noch jede Menge andere Möglichkeiten sein Geld ins Ausland zu transferieren, allerdings denke ich, reicht es für heute. Auch glaube ich, dass ich mich mit der Überschrift etwas zu weit aus dem Fenster gelehnt habe:)  Die Spuren Deines Vermögen zu verwischen geht fast nicht und macht auch überhaupt keinen Sinn und erweckt zudem den Eindruck, dass es hier um illegale Wege ging und um den Staat auszutricksen. Das ist überhaupt nicht meine Absicht und es ist auch nicht meine Absicht jemanden zu einer Straftat zu animieren oder zu motivieren, sondern eher aufzuführen, dass man besser die Finger weg lässt von illegalen Aktivitäten oder von Aktivitäten, die sehr sehr grenzwertig sind. Oft erhalte ich auch “komische” Anfragen die genau in diesen tiefgrauen Bereich hineingehen, wo Menschen einen Weg einschlagen wollen, der einfach zu viele Risiken mit sich bringt. Das muss nicht sein! Es gibt einfach zu viele legale Möglichkeiten Steuern zu sparen oder sein Kapital im Ausland zu sichern mit Hilfe des Staates! Das nenne ich eher den Staat austricksen, ihn mit seinen eigenen Waffen schlagen! Die Global-Player und die Reichen machen das tagtäglich und sie machen das nicht weil sie groß sind, sondern weil sie die Informationen haben! Vieles geht auch für KMU’s! Informiere Dich, solange Du noch fit bist;)

Zweite Staatsbürgerschaft kaufen – aber Vorsicht ist geboten!

In meinem vorletzten Bericht hatte ich etwas über die Idee, sich einen Zweitpass zu zulegen gesprochen und ein paar Anregungen gegeben, die der Eine oder Andere inspiriert oder bereits zum handeln bewegt hat. Auf jeden Fall habe ich an den Reaktionen der Leser gemerkt, dass dieses Thema in der Tat ein überaus spannendes, neues aber auch lohnenswertes ist und viele Leser machen sich Gedanken darüber. Über die Reaktion war ich selber erstaunt.

Wir als Deutschsprachige verstehen das im ersten Moment noch gar nicht.
Warum einen zweiten Pass? Der war früher gut, der ist auch jetzt noch gut? Ich reise eh nicht viel? Der Staat wird schon nix blödes machen usw.
Genauso hatten wir auch mal über unserer Privatsphäre gesprochen! Einen Wimpernschlag später müssen wir feststellen, dass unsere Privatsphäre wie auch unsere Daten alles andere als geschützt sind. Diese sind für den Staat und andere inländische wie ausländische Behörden zugänglich, dürfen gelesen, ausgewertet und auch verändert werden, wenn die das wollen. Und warum das Ganze? Ihr wisst das nicht?? Weil der Staat Überwachung liebt und wir alle potentielle Terroristen sind.

Wie dem auch sei. Auf jeden Fall für diejenigen, die sich etwas vorbereiten wollen und offen für Neues sind, für diese sind die folgenden Informationen vielleicht hilfreich.

 

Achtung beim Kauf einer Staatsbürgerschaft

Auf dem Markt für Pässe ist im Prinzip alles vertreten, von teuer bis billig, von echt bis gefälscht, von legal bis illegal. Auf jeden Fall schützen die wenigsten, nämlich die falschen Pässe, vor Strafverfolgung oder vor den Finanzbehörden, geschweige denn vor Passkontrollen an Grenzen oder an Flughäfen. Deine Freunde kannst Du damit sicherlich beeindrucken und den Eindruck erwecken, dass Du ein internationaler Spion bist. Allerdings für mehr wird es nicht reichen.
Generell muss man sagen, dass Du die Finger weg lassen solltest von Billigangeboten. Unter billig würde ich mal alles unter 15.000$ bezeichnen. In dieser Preiskategorie tummeln sich jede Menge schillernde Figuren, die nur Dein Geld wollen. Einen seriösen Pass, wirst Du eher nicht dafür bekommen.

 

Diplomatenpass

Wer hätte nicht gerne so einen Pass! Irgendwie ist das VIP Status oder? Immunität, Prestige, Auto mit entsprechendem Kennzeichen, parken in der zweiten Reihe ohne ein Knöllchen zu bekommen, Spezialabfertigung bei Flughafenkontrollen und vieles mehr. Allerdings solch einen Pass zu kaufen, scheint doch eher fern ab der Realität zu sein und entspricht eher nicht der Wahrheit. Alleine der Grund, dass das Gastland, von dem Du den Diplomatenpass erhältst oder erhalten solltest, Dich akkreditieren muss, was bei einem gekauften Pass wohler nicht geschehen ist. Deshalb, Finger weg!

 

Normale Reisepässe

Bewegst Du Dich in der Preisregion ab 20.000$ bis 50.000$ kannst Du Dich schon mit einem lateinamerikanischen Pass bestücken. Dieser bietet einiges an Komfort, wie z.B.  das er zum Reisen recht gut geeignet ist, allerdings kannst Du mit einem kolumbianischen Pass vielleicht öfters auf Drogen untersucht werden. Hingegen mit einem Brasilienpass geht die Reiserei schon recht angenehm. Steigst Du auf in die Preisklasse ab 100.000$, dann minimieren sich die Probleme deutlich. Da kannst Du schon mit erstklassigen Papieren rechnen wie z.B. Australien, Neuseeland, Singapur oder Kanada.

Die wohl unproblematischsten Reisepässe (neben deutschen und österreichischen Pässe) sind die von der Schweiz, Monaco oder Lichtenstein. Allerdings solch eine Pass zu erlangen, da reichen auch sechsstellige Dollar oder Eurobeträge nicht mehr aus. Ab einer Million kannst Du Dich mit diesen Pässen beschäftigen.

 

Niederlande

Unsere Nachbarn haben hier eine Möglichkeit, die fast nichts kostet. Wenn Du Dich 5 Jahre oder länger im Land aufgehalten hast, kannst Du den Pass beantragen. Dies ist auch möglich für die niederländischen Antillen. Durch Heirat ist es auch möglich in den Besitz eines Passes zukommen – selbst Homos und Lesbierinnen ist das legal erlaubt.

 

Paraguay

Paraguay ist sowieso ein oft angelaufenes Land für Deutschsprachige. Wenn Du dort mit genügend finanziellen Mittel hin kommst und das auch nachweisen kannst, dann bist Du schon ein großes Stück näher an einer neuen Staatsbürgerschaft. Und wenn Du drei Jahre dort Deinen Aufenthalt hast, dann steht einem neuen Pass nichts mehr im Weg. Kosten ca. 20.000$.

 

Russland

Einen direkten Kauf einer Staatsangehörigkeit ist wohl nicht möglich. Naja, und irgendwie doch, denn Russland verlangt, dass Du als Unternehmer über einen Zeitraum von 3 Jahren Steuern in Höhe von ca. 70.000$ gezahlt hast. (also doch Kauf) Ob man als Unternehmer in dieses kalte Land einreisen und bleiben möchte, sei mal dahin gestellt. Aber vielleicht locken ja die Flat-Tax von 13% für Unternehmer den Einen oder Anderen doch in das Land, so wie Gerard Depardieu das getan hat.

 

Thailand

Wenn Du Lust hast auf ein Mönchleben, dann bekommst Du auch innerhalb von 6 Monaten Deinen Pass. Du musst Dich halt nur einem Kloster anschließen – that’s it! Allerdings die Reisemöglichkeiten mit einem Thai-Pass sind doch ohne Visum sehr beschränkt.

 

Tschechien

In Tschechien ist es möglich auch mit einer normalen Einbürgerung einen Pass zum erlangen. 5 Jahre solltest Du Dich in dem Land aufhalten, wobei aufhalten man eher formal betrachten kann. Wenn man über Kontakte verfügt, kann man sich auch bei einer tschechischen Firma “einkaufen” und kann dann auch sehr leicht einen Aufenthalt aufzeigen.

 

Venezuela

Für ca. 50.000$ kannst Du schon mit einem echten Pass rechnen. Die Vorschriften hierzu sind relativ einfach zu erfüllen und alles in allem ist es möglich, dass Du drei Monate später Dein neues Papier in den Händen hält. Interessant an dem Pass aus Venezuela ist, dass Du damit in die meisten Staaten Westeuropas und nach Kanada ohne Visum einreisen kann!

 

Kapverden

Eine Inselgruppe vor Westafrika. Preis ca. 40.000$ und gilt für 5 Jahre. Eine Verlängerung ist möglich und kostet nur wenige Hundert Dollar. Die Vorraussetzungen sind, dass Du nicht vorbestraft bist (ist schon mal nix für mich), finanziell gut da stehst und keinen positiven Aids-Test hast. Die Einreise ohne Visum ist allerdings sehr beschränkt.

 

Honduras

Auch wieder ein sehr interessanter Pass, da er ähnlich zu bewerten ist, wie ein Schweizer. Warum? Na, Du kannst damit fast überall ohne Visum einreisen und er kostet ca. 30.000$. Du erhältst dann eine Daueraufenthaltsgenehmigung, der nach 5 Jahren in eine Staatsbürgerschaft gewandelt wird. Und wenn Du in Immobilien investierst (ca. ab 50.000$), dann bekommst Du ebenfalls nach 5 Jahren Deinen Pass.

 

Dominica

Dominica ist nicht eine Insel der dominikanischen Republik. Die Karibik-Insel umfasst ca. 70.000 Einwohner bietet sehr schöne Natur und ist auch sonst ein sehr ruhiger Staat. Hier bist Du als Einzelperson mit ca. 180.000$ dabei. Dafür erhältst Du Deinen Pass innerhalb weniger Wochen. Mit einem Pass von Dominica kannst Du in über 100 Staaten problemlos einreisen.

 

Dominikanische Republik

Ebenfalls ein sehr ruhiger Staat mit dem Du sehr gut reisen kannst. Die Vorraussetzungen sind, dass Du mindestens 80.000$ in eine Immobilien investierst, Bargeld nachweisen kannst in Höhe von ca. 20.000$ bei einer einheimischen Bank und ein einwandfreies polizeiliches Führungszeugnis hast. Dann benötigst Du noch von zwei dominikanischen Staatsbürgern eine Garantieerklärung und schon steht einer Aufenthaltsgenehmigung von ca. 4 Monaten nichts mehr im Wege. Wenige Monate später bekommst Du dann auch Deinen Pass.

 

Der nächste Schritt

An dieser Stelle soll es mal an Beispielen genügen. Es gibt natürlich weitaus mehr Einbürgerungsprogramme von Staaten (ca. 200), als das was ich gerade aufgeführt habe. Wie Du siehst sind die Bedingungen sehr unterschiedlich außer einer: GELD.
Mit dem Schmiermittel der Wirtschaft, stehen Dir fast alle Staatsbürgerschaften der Welt zur Verfügung. Wenn Dich ein Land interessiert, dann fahre dort hin, schau Dich um, sprich mit Rechtsanwälten oder auch eventuell mit Deutschsprachigen, die bereits dort leben. Ich selber verfüge auch über einige Kontakte, die Dich weiterbringen können.

 

So arbeitet der Fiskus mit dem Ausland zusammen

Eins sollte jedem klar sein und es auch wirklich beherzigen: leg Dich nicht mit dem Finanzamt an! Die wohl bessere und von mir auch hier immer wieder beschriebene legale Strategie ist: Vermeide das Finanzamt!

Wir erinnern uns:

„Kein Steuerpflichtiger ist verpflichtet, den Sachverhalt so zu gestalten, dass ein Steueranspruch entsteht. Vielmehr steht es ihm frei, die Steuer zu vermeiden und eine Gestaltung zu wählen, die eine geringere Steuerbelastung nach sich zieht. Eine sog. Steuervermeidung bleibt folgenlos.“ (Aus dem Beschluss des Bundesfinanzhofes vom 20.05.1997, VIII B 108/96, HFR 1997, 750, 751) Wenn Du dem Finanzamt einfach die Dinge an die Hand gibst, welche auch funktionieren und vor allem legal sind, dann wirst Du auch ohne Probleme Steuern von weniger als 10% zahlen können – egal wieviel Gewinn Du machst. Für alle Österreicher sei gesagt, dass es in Österreich ähnlich zu handhaben ist. Allerdings hat Österreich ein nicht ganz so krankes und entmutigendes Außensteuergesetz, wie das Deutschland zu bieten hat. Also allein nach Österreich auszuwandern und von dort aus sein Geschäfte weiter zu betreiben bringt schon ganz nette Vorteile mit sich. Österreich hat zwar mit seiner Anti-Mißbrauchs-Reglung auch nicht das Ei des Kolumbus erfunden, aber da geht schon etwas, wie z.B. dass man von Österreich aus ein Online-Unternehmer legal führen kann – ohne einen auf den Deckel zu bekommen und ohne es mit einer Hinzuberechnungsbesteuerung zu tun zu bekommen. Auch bietet Österreich eine überaus interessante Holdingstruktur (über die österreichischen Grenzen hinweg), die es ermöglichen steuerfrei, dank Zypern, zu leben. Aber dazu in einem anderen Bericht mehr. Beherzigst Du obige Ratschläge nicht, dann kannst Du in der heutigen Zeit Dich wohl kaum im Ausland sicher fühlen, wenn das deutsche oder österreichische Finanzamt einem auf dem Fersen ist. Und es wird einem auf den Fersen sein, wenn man gewisse Verpflichtungen denen gegenüber nicht nachkommt, wenn man Steuerschulden hat, Steuern hinterzogen oder gar Steuerbetrug im großen Stil betrieben hat. Die Steuerfahnder oder Steuerbeamten sind zwar nur Beamte, aber blöde sind sie allemal nicht und bedienen sich allzu gerne des internationalen Datenaustausches um an die verlorenen Schäfchen zu kommen.

Vive la France

Ja ja, so sehr wir doch sehr angenehme Erinnerungen an Frankreich haben, sind die Franzosen (nicht das Volk, sondern die Regierung, Politiker usw.) eher dem deutschen Staat eine Hilfreiche Petze. Als Deutscher dort Unterschlupf zu suchen, das wäre das Gleiche, als wenn Du Dich im Wasserbecken voller Krokodile verstecken wolltest. Die Chance als Krokodielsfutter zu enden, ist doch ziemlich groß – ebenso groß die Chance, von der französischen Regierung verpfiffen zu werden. Das ist vielleicht auch der Grund, warum Gerard Depardieu sein Heimatland den Rücken gekehrt hat und keine guten Worte über die Regierung fallen lässt, wie dieser Bericht zeigt. Solche Abkommen bzw. Datenaustauschvereinbarungen gibt es fast mit jeder Industrienation (DBA = Doppelbesteuerungsabkommen) und bringt den Bürger (nicht nur den Deutschen) in Teufels Küche. Gerade Deutschland hatte zu dem ganzen Datenaustauschthema in den 70er Jahren einiges dazu beigetragen, als die damaligen Politkern ein Gesetz herausgebracht haben, welches die Wahrung der steuerlichen Gleichmäßigkeit bei Auslandsbeziehungen und zur Verbesserung der steuerlichen Wettbewerbslage bei Auslandsinvestitionen soll. Wir kennen das als das mittlerweile ausgebaute Außensteuergesetz, was jedem Bürgen mit Wohnsitz Deutschland das führen und halten von Auslandsfirmen (auch Offshorefirmen) gänzlich unmöglich macht, es sei denn, Du bist mit erheblichen Nachteile happy. Bundesbürger mit Wohnsitz in Deutschland, die sich im Ausland engagiert haben, sind daher auch in Frankreich, England und den USA vor argwöhnischen Blicken deutscher Fahnder nicht mehr sicher. In der Tat ist bekannt, dass Spontanauskünfte mit Belgien, Frankreich, Großbritannien, Italien, Österreich, Kanada, den Niederlanden, Skandinavien und den USA ausgetauscht werden.  

 

Die Ziele der Steuerpolizei

  • Überprüfung gewisser Aktivitäten (beruflich und privater) deutscher Staatsbürger, in Ländern mit DBA’s.
  • Überprüfung von Einwohnermeldelisten von anderen Staaten (entfällt bei Ländern ohne Einwohnermeldeämter wie z.B. USA oder UK)
  • Kontrolle und Überprüfung von Informationen im Ausland über Immobilien, Einsicht der Grundbücher, Versicherungsunterlagen, Yachten in ausländischen Häfen oder auch Kontos von deutschen Steuerpflichtigen usw.
  • Auswertung von Immobilienanzeigen im Ausland. Die Steuerfahndung hat die Möglichkeit das Chiffregeheimnis aufzuheben. bzw. hat die Möglichkeit herauszufinden, wer diese Anzeige gestellt hat – spannend was?

  Jetzt kommt meistens der Einwand, dass Zeitungen doch im Rahmen der Pressefreiheit ein Aussageverweigerungsrecht haben! Das stimmt schon, erstreckt sich aber nicht auf den Anzeigenteil! Und wie wir mittlerweile wissen und ich auch öfters darüber berichtet habe, kommt erschwerend hinzu, die neue Regelung der OECD CRS. Spannend ist auch, da USA an dem Austausch von Daten der OECD nicht teilnimmt, diese dennoch Daten von deutsche Bürgern die bei US-Brokern oder Banken Depots oder Konten unterhalten und darauf Dividenden oder Zinsgutschriften vereinnahmen, dem deutsche Fiskus melden. Hah! Also aufgepasst, selbst wenn Du vorhast in den USA finanziell Fuß zu fassen und wiegst Dich in Sicherheit, dass die USA keine Meldung an Dein Heimatland macht (laut OECD CRS Abkommen macht die USA keine Meldungen ins Heimatland), dann kann die Praxis Dich eines besseren belehren. Es heißt nicht, dass ALLES gemeldet wird, aber laufend! Auch die britischen Finanzbehörden zeigen sich gegenüber den deutschen Behörden sehr redselig. Zinsgutschriften werden bis einer Höhe von 250€ gesammelt und dann an die Deutschen gemeldet, sofern Du noch einen Wohnsitz in Deutschland hast.

Die Wohnsitzverlagerung aus Deutschland raus und in ein Land ohne Außensteuergesetz zu ziehen, ist wohl die beste Entscheidung, die Du in Bezug auf Steuerreduzierung machen kannst und um dem deutschen Schnüfflerstaat zu entkommen.

  Wo es allerdings auch für deutsche Steuerfahner schwierig bis unmöglich wird was in Erfahrung zu bringen, sind in gewissen Steueroasen. Und wenn ein Konto auch in einem Land eröffnet wird, welches das OECD Abkommen (noch) nicht unterschrieben hat und somit auch keine Meldung ans Heimatland gemacht wird, ist es für den staatlichen Außendienstler (Finanzfahnder) seh schwer bis unmöglich Licht ins Dunkele zu bekommen. USA z.B. liefert nur aus, wenn der vorgeworfene Straftatbestand auch in den USA selbst bestraft werden würde. Ein sehr beliebtes Fluchtland für Deutsche, ist Spanien. Es liegt quasi vor der Haustür und der Deutsche glaubt, dass er sich hier, auch durch die fremde Sprache, sicher fühlen kann. Spanien liefert Dich aus, wenn Du in Deutschland Steuern hinterzogen hast. Spanien und Deutschland können sehr gut miteinander.

Diese europäische Staaten liefern bei Steuerhinterziehung nicht aus

Laut Abgabenordnung § 370 liefern folgende Staat nicht aus (Wichtig: da sich Gesetze ändern können, ist die Einholung einer verbindlichen Rechtsauskunft angeraten): Griechenland Belgien Italien Malta Schweiz Türkei Liechtenstein Andorra Großbritannien Nordirland Alderney Guernsey Jersey Isle of Man Anguilla Belize Brunei Bermuda Honkong Seychellen British Virgin Islnads Brunei Solomon Islands u.e.m.

Und folgende nicht europäische Staaten liefern bei Steuerhinterziehung nicht aus:

Indonesien Kanada Kenia Mauritius Sambia USA Uruguay Mexiko Nigeria Israel Bahamas Australien u.e.m.

Falsches Spiel der Staatsanwaltschaft

Mal angenommen Du hast 300.000€ Steuern hinterzogen und bis nach Andorra geflüchtet, da dies bestimmt ca. 3 Jahre Gefängnis mit sich bringt. So weit bist Du dort sicher und Andorra wird Dich auch nicht ausliefern. Wenn aber der hiesige Staatsanwalt dennoch motiviert ist Dich zu schnappen,  kann einfach eine Urkundenfälschung ins Spiel gebracht werden, die Du nicht gemacht hast oder einfach nicht zu beweisen ist und dann kann passieren, dass Andorra Dich nur wegen dieser Urkundenfälschung ausliefert. In Deutschland erwartet Dich dann der Prozess wegen Steuerhinterziehung und die Urkundenfälschung fällt vielleicht sogar vom Tisch runter, da nur unerheblicher Nebenkriegsschauplatz. Rechtlich ist das nicht korrekt, da der Anklagepunkt nur Urkundenfälschung in Andorra war und nur deshalb ausgeliefert wurde und nicht wegen Steuerhinterziehung. Laut Gesetz dürfte man Dich nur wegen Urkundenfälschung anklagen, was wahrscheinlich eine Bewährungsstrafe mit sich bringt. Aber willst Du das ausprobieren und Dich auf die Gesetze und die Justiz verlassen? Lass es besser! Ich habe das selber erlebt und habe die Justiz von der anderen Seite der Mauer kennen gelernt – ich werde es bei Gelegenheit mal erzählen… Ich kann Dir nur raten, die Dinge vorher und im eigenen Land zu klären. Lass es erst gar nicht soweit kommen. Jedes Problem lässt sich lösen. Es gibt jede Menge LEGALE Möglichkeiten seine Steuern zu reduzieren, Auslandsunternehmen zu führen oder seine Haftung zu minimieren. Leg Dich nicht mit dem Finanzamt an – vermeide es! Und leg Dich nicht mit der Justiz an, die spielen kein sauberes Spiel! Strukturiere Deine Angelegenheiten so, dass Du die Erlaubnis des deutschen oder österreichischen Staates hast und schlage das System mit den eigenen Waffen und nutze unternehmerfreundlichere System.